Und das Gymnasium will den gar nicht

Landkreis baut 60.000-Euro-Lift - für ein paar Stufen

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An dieser Stelle im Barocksaal – hier Doris Bachmeier vom Sekretariat der Schule – wird der Aufzug eingebaut.
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Der Behinderten-Aufzug kostet viel Geld, eine Wand im Barocksaal sowie ein ganzes Klassenzimmer - für zwei Meter Höhenunterschied. Bisher trägt man die Rollstuhlfahrer über die Stufen.

Tegernsee – Vermutlich schon in den bevorstehenden Sommerferien wird der Landkreis mit der Baumaßnahme im Gymnasium loslegen. Die Regierung von Oberbayern hat gestern in einer Presseinfo mitgeteilt, dass sie grünes Licht für den vorzeitigen Baubeginn gibt. Sie wird den Einbau des neuen Aufzugs voraussichtlich mit 22.000 Euro bezuschussen. Insgesamt wird den Landkreis der neue barrierefreie Zugang zur Aula (Barocksaal) stattliche 60 000 Euro kosten.

Der an sich positive Bescheid der Regierung löst bei Schulleiter Werner Oberholzner keine allzu große Freude aus. Er verstehe zwar durchaus die Notwendigkeit, Barrierefreiheit zu schaffen, sei aber dennoch nicht glücklich mit der geplanten Maßnahme, räumt der Direktor ein. Und er hat seine Gründe dafür. „Der Aufzug kostet uns ein wunderschönes Klassenzimmer“, bedauert Oberholzner. Eben in dieses Zimmer, das direkt neben der Aula liegt, werde der Aufzug eingebaut. „Ich finde das ästhetisch auch nicht wahnsinnig schön“, sagt Oberholzner mit Blick auf die Umgestaltung, die freilich auch den Barocksaal selbst betrifft.

Das Klassenzimmer, das der Schule durch den Umbau verloren geht, schmerzt den Direktor aber besonders: Schließlich kehre man demnächst zum G9 zurück, dann müsse man auch wieder mehr Schüler unterbringen.

Übrigens: Schon bisher verfügt das Tegernseer Gymnasium über einen Aufzug, allerdings führt der nicht auf direktem Wege in den Barocksaal. Derzeit müssen Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte noch ein paar Treppenstufen überwinden, ehe sie in die Aula gelangen. Bislang habe man sich in solchen Fällen anderweitig behelfen können, sagt Oberholzner.

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