Daxenfeuer seit 22. Juni verboten

Kurz nach traditionellen Sonnenwendfeuern: Höchste Waldbrand-Warnstufe im LK Rosenheim ausgerufen

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Trotz hoher Waldbrandgefahr brannten die Sonnenwendfeuer in den Alpen. Das größte im Landkreis Rosenheim wird traditionell auf der Kampenwand entfacht. Seit Sonntag (22. Juni) sind Daxenfeuer verboten.
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Es besteht extreme Waldbrandgefahr. Im Landkreis Rosenheim wurden am Sonntag (22. Juni) die höchsten Waldbrandwarnstufen ausgerufen. Noch in der Nacht zuvor loderten in den Bergen traditionelle Sonnenwendfeuer. Wieso sie erlaubt waren.

Landkreis RosenheimDaxenfeuer sind verboten. Das teilte das Landratsamt Rosenheim am Sonntagmittag (22. Juni) mit. „Laut der Waldbrandindexkarte des Deutschen Wetterdienstes bestehen im Landkreis Rosenheim die Gefahrenstufen 4 und 5, das bedeutet hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr“, teilt ein Sprecher mit.

Feuer in ausreichend Entfernung trotzdem erlaubt

In der Nähe von Wäldern muss bei offenen Feuern ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern eingehalten werden und eine ständige Aufsicht gesichert sein. Feuer und Glut müssen bei Verlassen der Feuerstätte erloschen sein. „Wegen des Brennglaseffekts sollte auch kein Glas in Wäldern oder auf Freiflächen zurückgelassen werden“, warnt das Landratsamt. Ausflügler dürfen nur ausgewiesene Parkplätze nutzen, da heiße Katalysatoren Grasflächen entzünden können. Die Zufahrten in die Wälder müssen frei bleiben.

Sonnenwendfeier der „Kaltentaler“ Pang: Großes Feuer in idyllischer Natur

Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck
Sonnenwendfeier in Pang
Die Sonnenwendfeier der Plattlergruppe des Trachtenvereins „Kaltentaler“ Pang am Samstagabend (21. Juni) war ein echter Besuchermagnet.  © Martin Aerzbäck

In der Nacht zuvor – der kürzesten Nacht des Jahres – loderten überall in der Region Sonnenwendfeuer. Das wohl bekannteste und größte in der Region wird traditionell auf der Kampenwand in der Nähe der Bergstation entzündet, musikalisch umrahmt von Alphornbläsern und mit Blick auf die Feuerkette der leuchtenden Sonnwendfeuer in den österreichischen Bergen.

Trotz der Trockenheit durften die Sonnenwendfeuer entfacht werden. Solange kein Verbot vom Landratsamt bestehe, sei das erlaubt, informiert ein Sprecher der Feuerwehr Aschau. Zudem so beschreibt die Bergwacht Wasserburg, die jedes Jahr zur Sommersonnenwende, Dienst auf der Kampenwand hat, brenne das Feuer auf einer großen, abgesperrten Almwiese. Wald oder Latschenfelder seien weit genug entfernt. „Es ist zum Glück noch nie etwas passiert“, sagt Aschaus Feuerwehr-Kommandant Markus Vordermayer. Die Veranstalter seien selbst für die Feuerwache verantwortlich und sehr umsichtig: „Sie sind für den Notfall mit Schläuchen und einem entsprechenden Wasseranschluss ausgestattet.“

Ein Sommersonnenwendfeuer entfachte der Burschenverein auch in Hart in der Gemeinde Chieming.
Das Sonnwendfeuer leuchtet vom Teisenberg (Stoißer Alm) aus weit in den Rupertiwinkel hinaus und hinüber zu Hochstaufen und Zwiesel.

Tausende Besucher auf der Kampenwand

Bis zu 5000 Menschen erklimmen am längsten Tag des Jahres die Kampenwand. Die Seilbahn fährt bis Mitternacht, um die Gäste wieder ins Tal zu bringen. Doch viele wandern auch zu Fuß wieder hinab. Für sie sind die ehrenamtlichen Retter der Bergwachten Sachrang-Aschau und Wasserburg vor Ort. Viermal wurden sie in der kürzesten Nacht des Jahres zum Einsatz gerufen. „Zum Glück nichts Schlimmes“, sagt Werner Haas von der Wasserburger Bergwacht. Ein verstauchter Knöchel und ein paar kleinere Verletzungen. Die Wanderer wurden von den Rettern sicher ins Tal gebracht.

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