VonMargit Conradschließen
Weil Personal fehlt, bleibt der Langenbacher Pfarrkindergarten Arche Noah ab September zu. Bei zahlreichen Kindern ist unklar, wo sie künftig betreut werden.
Langenbach - Noch sind Ferien im Pfarrkindergarten Arche Noah in Langenbach. Doch auch mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs am 2. September bleiben die Türen zu – wegen der fehlenden Erzieher-Fachkräfte ist keine Betreuung möglich. Dank eines Kraftakts der Gemeinde können 17 Kinder in den Einrichtungen Mooshäusl und Hummelnest untergebracht werden. Allerdings nur bis zum Jahresende.
Schon Anfang Juli hatte unsere Zeitung über einen akuten Betreuungsnotstand in der Einrichtung des kirchlichen Trägers berichtet: Die Arche Noah blieb kurzzeitig geschlossen, weil das Landratsamt einen Betrieb ohne mindestens eine Fachkraft untersagt hatte, wie Pfarrer Julian Tokarski damals erklärte. Es lief dann wieder weiter, bis man am 8. August in die Sommerferien ging. Doch: Seit Montag vergangener Woche hat nun die Leiterin in Erwartung eines freudigen Ereignisses Beschäftigungsverbot.
Thomas Glier von der Kirchenverwaltung, der Tokarski in dessen Urlaub vertritt, hatte nun die Herkulesaufgabe, innerhalb kürzester Zeit genügend Fachpersonal zu finden, damit die Arche Noah mit den 30 Kindergarten- und Krippen-Kindern – wie im Schaukasten angekündigt – am 2. September wieder aufmachen kann. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Erzbischöflichen Ordinariat und auch dem Landratsamt wurden sämtliche Bewerberportale bemüht – ohne Erfolg. Deshalb blieb Glier nichts anderes übrig, als die Verträge zum 31. August aufzulösen.
Gemeindekindergarten kann nicht alle Kinder auffangen
„Angesichts dieser extremen Ausnahmesituation haben wir als Gemeinde einfach helfen müssen“, sagt Geschäftsstellenleiter Bernhard Götz. Gemeinsam sei nach einer Lösung gesucht worden, wie die Kinder in den eigenen Einrichtungen Mooshäusl (Langenbach, derzeit 62 Plätze) und Hummelnest (Niederhummel, aktuell 56) untergebracht werden können. Aber auch dort sind die Kapazitäten begrenzt, und bevor neue Gruppen einziehen können, müssen dafür die Personalräume freigemacht werden. Zudem können nicht alle 30 aufgenommen werden – lediglich zwölf Kindergartenkinder (Mooshäusl) und fünf Krippen-Kinder (Hummelnest) sind möglich – und zwar ab 9. September. Was erfreulich ist: Das verbleibende Personal von der Arche Noah geht mit.
Welche Mädchen und Buben betreut werden können, darüber befindet laut Götz der Elternbeirat des Pfarrkindergartens, der sich gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten der verbleibenden Kinder ohne Platz um eine Lösung bemühen wird. Dennoch weist der Geschäftsstellenleiter darauf hin, dass am 31. Dezember Schluss sei: „Wir retten die Kirche bis dahin über die Zeit.“
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