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Deutschland-Ranking: Hier können sich Normalverdiener noch ein Eigenheim leisten – München ist Schlusslicht

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Für viele ist der Erwerb eines Eigenheims in Deutschland Utopie. Eine Studie soll jetzt zeigen, wo das aktuell noch möglich ist – und wo es als schier unmöglich erscheint.

München - Das Leben ist teuer geworden. Pandemie, Krieg und eine sich rasant ändernde Welt haben die Inflationsrate in die Höhe schießen lassen, was sich im Geldbeutel der Menschen bemerkbar macht: Egal ob bei Lebensmitteln, dem Sommerurlaub oder anderen Alltagsausgaben – die Preise steigen. Für viele Menschen bleibt deshalb am Ende des Monats noch weniger Geld übrig, um überhaupt an einen Wohnungs- oder gar Hauskauf zu denken. Doch eine aktuelle Studie von immowelt zeigt jetzt: Trotz massiv gestiegenen Preisen gibt es noch Städte, in denen der Wohnungskauf für Normalverdiener möglich scheint. München kommt in diesem Ranking wenig überraschend schlecht weg.

Studie zeigt, wo sich Normalverdiener in Deutschland noch ein Eigenheim leisten können

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Untersucht wurden 107 kreisfreie Städte, in denen die monatlichen Median-Bruttogehälter mit den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen verglichen wurden.  Für die Erstellung des Rankings, so die Erklärung von immowelt, wurde in jeder der 107 kreisfreien Städte der Quotient aus monatlichem Median-Bruttogehalt und durchschnittlichem Quadratmeterpreis einer Bestandswohnung (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) gebildet. Und tatsächlich: Es gibt Städte in Deutschland, in denen sich Normalverdiener eine eigene Wohnung – gemessen an den Maßstäben des Rankings – leisten könnten.

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Deutschland-Ranking: Hier können sich Normalverdiener noch ein Eigenheim leisten

„Trotz der Preis-Rallye des vergangenen Jahrzehnts gibt es zahlreiche Städte, in denen die Gehälter schneller gestiegen sind als die Immobilienpreise“, sagt immowelt-Geschäftsführer Felix Kusch. „Potenzielle Käufer sollten vor allem einen Blick auf die kleineren kreisfreien Städte an der Spitze des Leistbarkeits-Rankings werfen. Dort ist der Traum von den eigenen vier Wänden auch für Normalverdiener nach wie vor realistisch.“ Den ersten Platz belegt demnach Salzgitter in Niedersachen – Wohneigentum kostet dort im Schnitt 1.604 Euro pro Quadratmeter, das mittlere monatliche Bruttogehalt ist mit 4.487 Euro fast dreimal so hoch. Die weiteren Top-Platzierungen ergeben sich wie folgt:

PlatzStadtKaufpreis (pro qm)Monatliches BruttogehaltFaktor
1Salzgitter1.604 €4.487 €2,80
2Pirmasens1.266 €3.441 €2,72
3Dessau-Roßlau1.300 €3.217 €2,47
4Gera1.210 €2.857 €2,36
5Gelsenkirchen1.599 €3.549 €2,22

Deutschland-Ranking: München belegt bei Wohnungskauf-Chancen den letzten Platz

Ein ganz anderes Bild zeigt die Studie am hinteren Ende der Platzierungen. Für die meisten wohl kaum überraschend, belegt München den letzten Platz. Hier ist der Eigenerwerb für Normalverdiener also am utopischsten. In 28 der 107 kreisfreien Städte übersteigt der Quadratmeterpreis das mittlere Bruttogehalt sogar. In der bayerischen Landeshauptstadt liegt der Quotient aus Gehalt und Kaufpreis bei 0,6.

Die Landeshauptstadt München vor Alpenpanorama.

Auch in Hamburg (Platz 106) und Berlin (Platz 101) ist Wohneigentum mit einem mittleren Einkommen nur schwer leistbar. Beide Städte liegen beim Gehalt im oberen Mittelfeld, zählen aber zu den teuersten Pflastern der Untersuchung.

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa

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