Einsätze

Lenggrieser Bergwacht kümmert sich um viele Patienten und ein Fahrrad

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Am Grammersberg barg die Bergwacht das Radl eines gestürzten Bikers.

Ein arbeitsreiches Wochenende hat die Lenggrieser Bergwacht hinter sich gebracht. Sieben Einsätze mussten die Freiwilligen Helfer bewältigen. Dabei wurden nicht nur Menschen gerettet, sondern auch ein Fahrrad.

Lenggries – Die Retter sind nicht nur am Berg unterwegs, sondern helfen auch bei medizinischen Notfällen im Dorf, wenn es notwendig ist. Das war es am Freitagvormittag, als eine Frau erstversorgt werden musste, da zunächst kein Krankenwagen zur Verfügung stand. Die 78-jährige zeigte die Symptome eines Schlaganfalls. Der Rettungshubschrauber brachte sie ins Krankenhaus. Eine Stunde später rückten die Helfer zur Stiealm am Brauneck aus. Eine junge Frau aus München hatte sich beim Klettern eine Kopfplatzwunde zugezogen. Sie wurde mit dem Bergrettungsfahrzeug ins Tal gebracht.

Auch nach Leiter-Sturz kommt die Bergwacht

Am Freitagnachmittag folgte ein weiterer Firstresponder-Einsatz im Dorf. Ein älterer Mann war von der Leiter gestürzt. Er hatte versucht, auf seinen Balkon zu klettern, weil er sich ausgesperrt hatte. Vier Bergretter und der Bergwacht-Notarzt kümmerten sich um den Patienten, bevor sie den Verletzten einem Rettungswagen aus Gmund für die Fahrt ins Krankenhaus übergeben konnten.

Rettungshubschrauber wird im Anflug umgeleitet

Am Abend rückten zwei Bergretter noch einmal zum Grammersberg aus. Dort musste vor wenigen Tagen ein Mountainbiker versorgt werden, der auf dem schmalen Gratweg zwischen Grammersberg und Pirschschneid ausgerutscht und etwa 60 Meter weit durch steiles, felsendurchsetztes Gelände abgestürzt war. Weil ein Gewitter aufzog, blieb das Radl des Verletzten im Gelände zurück. Das bargen die Bergwachtler nun etwa 100 Meter unterhalb des Grats.

Drei weitere Einsätze gab es am Samstag. An der Quengeralm hatte sich eine 71-jährige Frau aus dem Landkreis Starnberg beim Sturz einen Arm gebrochen und musste versorgt werden. Aufgrund der Schmerzen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Dieser musste allerdings im Anflug zu einem Einsatz am Garland umgeleitet. Dort hatte sich wie berichtet ein Gleitschirmunfall ereignet. Ein Münchner Tandempilot war dort mit seiner Passagierin aus Göppingen kurz nach dem Start abgestürzt. Beide verletzten sich schwer.

Verletzter radelt zur Bergwacht-Station

Normalerweise eilt die Bergwacht zu ihren Patienten, am frühen Samstagnachmittag war es anders herum. Ein verletzter Mountainbiker schaute in der Lenggrieser Rettungsstation vorbei. Er war auf der Abfahrt von der Aueralm auf den letzten Metern ins Tal gestürzt und hatte sich mehrere Schürfwunden zugezogen. Da das Rad keinen schlimmeren Schaden genommen hatte, fuhr der Verletzte direkt zur Bergwachtstation, um sich versorgen zu lassen. Ein Krankenwagen brachte den 30-jährigen Münchner danach vorsorglich ins Krankenhaus.

Quelle: Bergwacht Lenggries

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