Partystimmung wie auf der Deutschen liebsten Urlaubsinsel: Im Lenggrieser Festzelt sorgten B- und C-Prominente, die sich sonst am Ballermann verdingen, dafür, dass die rund 1000 Gäste auf den Tischen tanzten.
Lenggries – Ein Eimer voll Sangría, aus dem bis zu zehn Leute am Strohhalm nuckeln: So stellt man sich gemeinhin eine zünftige Fete am „Ballermann“ vor. Auf solche Trinkrituale mussten die rund 1000 Feierwütigen allerdings verzichten, die am Montag zum „Malle-Party“ ins Lenggrieser Festzelt gekommen waren. Davon abgesehen aber war dort alles geboten, was zu einer ausgelassenen Nacht auf der Ferieninsel gehört – B- und C-Prominenz inklusive.
Egal, ob er das „Fliaga-Lied“ oder „Humba, Humba Täterä“ anstimmte: Kaum hatte Tim Toupet losgelegt, da stand das komplette Festzelt schon auf den Tischen und sang lautstark mit. Der Sänger sprang von der Bühne in die Mitte der feiernden Menge – und hatte mit seinen Gassenhauern auch schon gewonnen.
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Eher peinlich war dagegen der Auftritt von „Dschungelkönigin“ Melanie Müller, auch wenn sie das Publikum ebenfalls immer wieder zum Mitgröhlen animierte. Deutliche stimmliche Defizite versuchte das Reality-TV-Sternchen immer wieder mit ordinären Sprüchen zu kompensieren, die weit unter die Gürtellinie gingen. Einige Hardcore-Fans hatte sie trotz allem rasch auf ihre Seite gebracht, und so durfte sie nach ihrem Auftritt noch jede Menge Autogramme schreiben – auf jeden erdenklichen Fetzen Papier, auf die T-Shirts oder auch auf den blanken Bauch.
Malle-Party im Lenggrieser Festzelt
Antonia aus Tirol überzeugte dann auch stimmlich. Mit ihren Coverversionen bekannter Oldies wie „Rocking all over the World“ rockte sie das Bierzelt, dass es eine Freude war. Und auch Peter Wackel entpuppte sich als gewiefter Entertainer, der das Festzelt noch einmal richtig erbeben ließ. Ach ja, auch die Sangría-Freunde kamen doch noch auf ihre Kosten. Zwar wurde die süße Wein-Früchte-Mixtur nicht aus dem Eimer kredenzt, dafür aus dem Maßkrug. Und stilecht mit Strohhalm.
Ewald Scheitterer

