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Jetzt steht fest, wer beim Mammendorfer Volksfest von 12. bis 21. Mai die Nachfolge von Wirt Jochen Mörz antritt: Christoph Otto und Michael Lautenbacher nehmen den Job als Duo an. Die Maß Bier und das halbe Hendl werden heuer teurer: Sie kosten je 10,50 Euro, im Vorjahr waren es noch 9,80 Euro.
Mammendorf – Der Volksfest- und Kulturausschuss des Gemeinderats stellte Christoph Otto (34) und Michael Lautenbacher (32) am Freitagabend der Presse als Duo fürs Volksfest vor. Für die Wirte, beide kommen aus Benediktbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen), hatte sich der Gemeinderat im Januar in nicht öffentlicher Sitzung entschieden. Ihre Feuertaufe hatten die Jungunternehmer 2022 auf der Weilheimer Oberland-Messe als Wirte der Festhalle.
Der Vertrag wurde vorerst für ein Jahr abgeschlossen. Aber beide Parteien können sich eine längerfristige Partnerschaft vorstellen. Festwirt-Vorgänger Mörz hatte sich zurückgezogen, weil sich das Mammendorfer Volksfest mit seinem Einsatz beim Traunsteiner Frühlingsfest überschneidet.
„Wir sind glücklich, zwei Wirte gefunden zu haben, die gut zu uns passen“, sagte Bürgermeister Josef Heckl. So könne man am Volksfest-Termin um Christi Himmelfahrt festhalten. Das Duo setze auf Nachhaltigkeit sowie eine Mischung aus Innovation und Tradition. Das habe den Gemeinderat überzeugt.
Der gelernte Betriebswirt Otto betonte, er sei seit mehreren Jahren in der Gastronomie unterwegs. Angefangen habe alles mit Pizza. Mittlerweile betreibe man auch Festzelte. Sein Partner Michael Lautenbacher ist Betriebswirt mit Schwerpunkt Personal im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität. „Ich feiere selbst gerne, bin gerne unter Menschen. Man spürt nach zweijähriger Coronapause, wie sehr Zusammenkünfte auf Volksfesten den Menschen fehlen“, sagte er.
Das Duo betonte, man wolle in Mammendorfer auch etwas für Vegetarier und Veganer bieten. Zudem sei wichtig, dass „das Hendl, das bei uns am Grill hängt, ein glückliches Leben hatte“. Otto ergänzte, man wolle Produkte aus der Region beziehen, Bäcker und Metzger mit ins Boot nehmen. Auch suche man per Stellenausschreibung Personal aus dem Umkreis für Bedienung und Sicherheitsdienst.
Auf die Personal-Probleme, mit denen alle Wirte zu kämpfen haben, reagiert das Duo mit einer Hybridlösung: Am Einzugs- und am Seniorentag gibt es Bedienung. Aber an weniger stark frequentierten Tagen werde man das Zelt in einen Selbstbedienungsbetrieb umwandeln. Dann brauche es nur ein Kernteam von 30 Mitarbeitern. „Das wird in ein paar Jahren die Regel sein“, glaubt Otto. Im gemieteten Zelt soll es innen 1500 und außen 500 Plätze geben. Volksfestreferent Florian Simetsreiter berichtete, es werden eine Schießbude, ein Süßigkeitenstand, Autoscooter und Kinderkarussell aufgebaut.