VonVolker Ufertingerschließen
Einen Germeringer (49) machte die Polizei bei Unterbrunn dingfest. Er soll sich an einer Stute vergangen haben.
Gauting – Ein besonders widerwärtiges Vergehen hat sich im Oktober vergangenen Jahres zugetragen: Am 13. Oktober verging sich ein Unbekannter an einer Stute auf einem Hof in der Nähe von Starnberg. Ist der Mann jetzt gefasst? Das könnte der Fall sein. Wie die Gautinger Polizei mitteilt, wurde am Montagabend ein Bosnier (49) aus Germering auf einem Hof in der Nähe von Unterbrunn dingfest gemacht. Vermutlich hatte er vor, sich an einem Tier zu vergehen. Doch so weit kam es nicht.
Zu verdanken ist dies den Überwachungskameras, die in Unterbrunn installiert waren. „Dank dieser bezahlbaren, kleinen und unauffälligen Geräten sind auch Pferdehöfe in der Nacht heutzutage unerwünschten Besuchern nicht mehr schutzlos ausgeliefert“, schreibt Inspektionsleiter Andreas Ruch. So wurde am Montag gegen 20.15 Uhr auf dem Handy der 43-jährigen Stallbesitzerin Alarm ausgelöst. Das Display zeigte, wie ein dicklicher, ihr unbekannter Mann Absperrungen und Gatter überquerte. Ganz offensichtlich hielt er Ausschau nach Pferden.
Daraufhin begab sich die Besitzerin mit ihrem Freund sofort zum Ort des Geschehens. Dort konnten sie den Unbekannten zwar nicht mehr antreffen, aber sie entdeckten sein in der Nähe abgestelltes Fahrzeug. „Eine sofortige Inaugenscheinnahme sämtlicher Pferde erbrachte glücklicherweise keine konkreten Hinweise auf eine Misshandlung der Tiere, da keine Verletzungen oder sonstige Hinweise einer Pferdeschändung festgestellt werden konnten“, so Ruch. Dieser Umstand könnte allerdings auch der Tatsache zu verdanken sein, dass der Täter zu einem frühen Zeitpunkt gestört wurde.
Pferdeschänder: Stallbesitzerin hatte Polizei verständigt
Weil die Stallbesitzerin noch auf dem Weg nach Unterbrunn die Polizei verständigt hatte, traf eine Streife sehr schnell ein. Der Bosnier versteckte sich wahrscheinlich im Wald. Allerdings hatte er, um schnell fliehen zu können, den Autoschlüssel stecken lassen. Diesen nahm die Polizei an sich und konnte in Ruhe abwarten, bis der Täter von selbst beim KfZ auftauchte.
Da von dem Vorfall im Starnberg ebenfalls Überwachungsaufnahmen existieren, wurde der Verdächtige in der Inspektion erkennungsdienstlich behandelt. Zudem musste der Mann auch eine DNA-Probe abgeben. Vorgeworfen wird ihm Hausfriedensbruch. Ob der Bosnier für weitere Taten in Frage kommt, werden die anstehenden Ermittlungen zeigen. Zu den Vorwürfen schwieg er. „Er macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte und keinerlei Angaben zur Sache“, so Ruch. Der Inspektionsleiter sagt: „Ich bin guten Mutes, dass wir ihn überführen können. So viele Menschen mit so einem Verhalten gibt es nicht. Der Täterkreis ist klein.“
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