Nächtlicher Großeinsatz auf B20 bei Marktl

Irre Verfolgungsjagd mit 200 km/h: Drei Gangster geschnappt

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Die Verfolgungsjagd endete mit einem spektakulären Unfall.
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Marktl am Inn/Burghausen – Große Aufregung herrschte in der Nacht von Samstag (17. Mai) auf Sonntag (18. Mai). Zunächst kam es im benachbarten Österreich zu einer Verfolgungsjagd zwischen einem Auto und der Polizei, die sich dann in der OVB24-Region fortsetzte – und mit einem spektakulären Unfall endete.

Update, Dienstag, 20. Mai, 9.17 Uhr – Automatensprenger geschnappt

Pressemeldung Generalstaatsanwaltschaft München im Wortlaut:

Die Generalstaatsanwaltschaft München hat am 18. Mai auf Ersuchen der österreichischen Behörden drei Personen mit niederländischer Staatsangehörigkeit zum Zwecke der Auslieferung nach Österreich festgenommen. Nach Ermittlungen der österreichischen Behörden sind die drei festgenommenen Personen unter anderem der Geldautomatensprengung sowie des Raubes eines Fluchtfahrzeugs in Gmunden/Oberösterreich am 16. Mai verdächtig. Die Verdächtigen flüchteten nach der Tat und wurden am frühen Morgen des 18. Mai im Rahmen der grenzüberschreitenden Fahndung nach dem Grenzübertritt nach Deutschland von Fahrzeugen der bayerischen Landespolizei und der Bundespolizei verfolgt. Die Flucht der Verdächtigen endete schließlich durch einen Verkehrsunfall des Fluchtfahrzeugs im Bereich Marktl am Inn, bei dem die drei Tatverdächtigen teils schwer verletzt wurden.

Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl

Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl. © fib/Eß

Ermittlungsrichter am Amtsgericht Mühldorf am Inn und am Amtsgericht Traunstein erließen auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München am 19. Mai gegen die drei Tatverdächtigen Festhalteanordnungen mit dem Ziel, die zwischenzeitlich von den österreichischen Behörden beantragte Auslieferung zu sichern. Nach bisherigen Ermittlungen der österreichischen Behörden besteht der Verdacht, dass die drei niederländischen Staatsangehörigen im Alter von 35 und 36 Jahren am 16.05.2025 an der Sprengung eines Geldautomaten in Gmunden/Oberösterreich beteiligt waren und dabei ihr ursprüngliches Fluchtfahrzeug so stark beschädigten, dass es nicht mehr fahrtüchtig war. Infolgedessen raubten sie in Tatortnähe einen PKW VW Sharan, mit welchem sie ohne Beute flüchteten. Dieses Fluchtfahrzeug setzten die Verdächtigen mutmaßlich später in einem Waldstück im Bereich Lambach in Brand und setzten ihre Flucht mit einem vermutlich eigenen BMW fort.

Flucht endet mit Unfall bei Marktl

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Fahndung verständigten die österreichischen Behörden auch deutsche Polizeieinheiten. Am 18.05.2025 gegen 01.30 Uhr fuhren die Tatverdächtigen bei Burghausen auf deutsches Staatsgebiet ein, worauf mehrere Polizeifahrzeuge der bayerischen Landespolizei und der Bundespolizei die Verfolgung aufnahmen. Die Verdächtigen setzten die Flucht auf der Bundesstraße B 20 in Richtung Norden fort. Im Bereich von Marktl am Inn verunfallte das Fluchtfahrzeug schließlich alleinbeteiligt an einem Kreisverkehr. Der 35-Jährige und die beiden 36-jährigen Tatverdächtigen wurden bei dem Verkehrsunfall teils schwer verletzt und mussten in verschiedene Krankenhäuser zur Behandlung verbracht werden.

Tatverdächtige sollen ausgeliefert werden

Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wels/Österreich wurden die drei Tatverdächtigen durch die Generalstaatsanwaltschaft München zum Zwecke der Auslieferung festgenommen und das Fluchtfahrzeug sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Wels hat die Auslieferung der Tatverdächtigen nach Österreich auf der Grundlage europäischer Haftbefehle beantragt. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München erließen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Mühldorf am Inn und am Amtsgericht Traunstein am 19.05.2025 gegen die drei Verdächtigen jeweils eine Festhalteanordnung, aufgrund derer die Verdächtigen nach Herstellung ihrer Haftfähigkeit bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts München über die Anordnung von Auslieferungshaft und über die Zulässigkeit ihrer Auslieferung in Haft verbleiben werden.

Weitere Ermittlungen laufen

Die Generalstaatsanwaltschaft München ist im weiteren Verlauf zur Entscheidung über die Bewilligung der Auslieferung der Tatverdächtigen an die österreichischen Ermittlungsbehörden zuständig. Die Ermittlungen in Bezug auf die in Österreich begangenen Straftaten werden von der Staatsanwaltschaft Wels/Österreich geführt. Ob die Verdächtigen für die Begehung weiterer, gleichgelagerter Taten in Deutschland in Betracht kommen, und ob die Verdächtigen sich im Zusammenhang mit der Polizeiflucht in Deutschland strafbar gemacht haben, wird derzeit geprüft. (Pressemeldung Generalstaatsanwaltschaft München im Wortlaut)

++++ Sonntag (18. Mai) +++

Update, 12.45 Uhr – Irre Verfolgungsjagd mit 200 km/h

Inzwischen liegen erste weiterführende Details zu der irren Verfolgungsjagd vor: Laut österreichischen Medienberichten handelt es sich bei den Personen, die mit dem BMW X1 vor der Polizei flohen, um vier niederländische Staatsbürger, die offenbar für mehrere Sprengungen von Geldautomaten, unter anderem zuletzt am Freitag (16. Mai) in Gmunden (Oberösterreich) verantwortlich sein sollen.

Im Rahmen ihrer Taten sollen sie zunächst auch das Auto eines Abiturienten gestohlen und nach einer Tat dann einem Waldstück regelrecht „abgefackelt“ haben. Dadurch kam die Polizei aber offenbar auf die Fährte des Quartetts, welche schließlich in der wilden Verfolgungsjagd gipfelte. Begonnen haben soll diese, als die Männer gegen 1 Uhr am Sonntagmorgen (18. Mai) mit dem ebenfalls gestohlenen BMW auf die West-Autobahn (A1) bei Seewalchen auffahren wollten.

Als die Polizei das Fluchtfahrzeug erblickte, wurde eine große Alarmfahndung mit Dutzenden Polizeifahrzeugen ausgelöst. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Die Jagd führte in der Folge über die Autobahn und diverse Landstraßen in Richtung Deutschland. Über den Grenzübergang Burghausen gelang dem Quartett dann zunächst die Flucht nach Bayern – allerdings hatten die Gangster ihre Rechnung ohne die bayerischen Beamten gemacht.

Dort war die wilde Flucht zunächst mit anscheinend weit über 200 km/h weitergegangen. Doch als der Wagen durch den Kreisverkehr auf der B20 bei Marktl raste, krachte es – und die Polizei konnte mindestens drei der vier Männer schnappen. Dem Vierten könnte allerdings die Flucht gelungen sein. Eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus. Von drei festgenommenen Männern sollen mehrere schwerverletzt worden sein, berichtete oe24.at.

Update, 10 Uhr – Fotos vom spektakulären Unfall

Weitere Angaben zum Unfallhergang und zu dem oder den mutmaßlichen Tätern gibt es bislang nicht – und sind von Seiten der Polizei auch nicht zu erwarten. Der Fall wurde von der Generalstaatsanwaltschaft München übernommen, die sich nun um die weiteren Ermittlungen kümmert.

Die Erstmeldung:

Nach derzeit offiziell noch nicht bestätigten Informationen hatte die Jagd bereits in Österreich begonnen, ehe sich das Geschehen auf die B20 im Raum Burghausen/Marktl am Inn verlagerte. Dort kam es dann gegen Mitternacht zu einem folgenschweren Unfall. Ein 1er-BMW mit Münchner Kennzeichen versuchte nach Angaben von vor Ort mit „sehr hoher Geschwindigkeit“ vor der Polizei zu flüchten und bog dabei dann falsch herum einen Kreisverkehr bei Marktl ein. Danach fuhr der BMW einen hohen Erdwall hinauf und knallte dort gegen einen Baum.

Anschließend wurde das Fahrzeug nach Angaben von vor Ort mehrere Meter zurückgeschleudert. Dabei gab es Verletzte – wie viele genau blieb zunächst offen. Auch zur Schwere der Verletzungen gab es zunächst keinerlei Informationen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich dem oder den Täter(n) um mutmaßliche Geldautomatensprenger, die in Österreich sehr aktiv waren. Das Fluchtfahrzeug war vermutlich gestohlen.

Spezialisten untersuchten Fluchtfahrzeug

Nach dem Unfall untersuchten Spezialisten der Polizei die im Fahrzeug befindlichen Gegenstände, unter anderem auf Sprengstoff-Rückstände. Der BMW wurde im Anschluss sichergestellt. Die alarmierte Feuerwehr aus Marktl hatte den BMW zuvor gegen ein weiteres Abrutschen am Hang gesichert. Der Kreisverkehr war für mehrere Stunden total gesperrt.

Die verletzten Pkw-Insassen wurden vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) erstversorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Neben Beamten der Grenzpolizei, der Polizeiinspektion Burghausen und der Autobahnpolizei Mühldorf war auch der Kriminaldauerdienst im Einsatz. Die weitere Sachbearbeitung in diesem Fall wurde von der Generalstaatsanwaltschaft München übernommen. (mw, fib/Eß)

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