VonDieter Dorbyschließen
Lange wurde darüber diskutiert, umgesetzt war die Maßnahme am Ende vergleichsweise zügig: Mitte Dezember wurde die Rodungsarbeiten am Harzberg in Miesbach abgeschlossen. Allerdings fiel das Ausmaß größer aus als geplant.
Wie berichtet, sollten dort 19 Bäume gefällt werden, die durch Sonnenbrand und Pilzbefall so geschädigt waren, dass sie ein Sicherheitsrisiko für die umliegende Bebauung darstellten. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats berichtete Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU), dass die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen angeordnete Maßnahme „umsichtig umgesetzt“ wurde. Bei den Arbeiten sei kein wesentlicher Flurschaden entstanden. Jedoch musste eine zusätzliche Buche entfernt werden, nachdem man unter ihrem Efeubewuchs einen großen Riss entdeckt hatte. Das Fällen geschah laut Braunmiller „auf dringende Empfehlung der Behörden“.
Aus Sicherheitsgründen gehandelt
Während der Baumfällaktion stellten die Sachverständigen zusammen mit dem AELF fest, dass mit der Entnahme besagter 19 Bäume die Gefahr des Windbruchs nicht gebannt war. Aus diesem Grund wurden auf dringendes Anraten des AELF fünf weitere Bäume auf städtischem Grund entfernt.
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Hinzu kamen drei weitere Bäume, die laut Einschätzung der AELF-Experten ebenfalls eine Gefahr für Windbruch darstellten. Sie standen auf privaten Grundstücken und wurden mit Einverständnis des Grundstückseigentümers gefällt. Laut Braunmiller konnte nur auf diese Weise die drohende Gefährdung der Nachbaranwesen auf Gefahr in Verzug gebannt werden.
Das größere Ausmaß dürfte die Anwohner ziemlich treffen. Wie berichtet, hatten sie sich im Vorfeld mächtig ins Zeug gelegt, um den Einschlag möglichst gering zu halten, ebenso wie die Folgeschäden der Fällarbeiten. Immerhin sollten die beiden Eichen am Harzberg, die beim Ortstermin noch als erhaltenswert eingestuft wurden, von den Fällarbeiten verschont werden. Eine Eiche sollte erhalten bleiben, eine weitere lediglich eingekürzt werden.
ddy
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