Frostschock im Freistaat

Eisheilige im Mai 2025: Bayern steht Winternacht bevor – Temperaturen stürzen ab

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Bis Ende der Woche ziehen die Eisheiligen über Bayern hinweg. Und sie machen ihrem Namen alle Ehre – das zeigen die aktuellen Wettervorhersagen.

Update vom 14. Mai, 11.30 Uhr: Bis zu 26 Grad warm wird es heute in Bayern – laut Deutschem Wetterdienst finden sich diese Höchsttemperaturen im Raum Aschaffenburg. Aber war da nicht die Rede von den Eisheiligen, die noch bis Donnerstag über Bayern hinwegziehen? Tatsächlich entfalten sie auch dieses Jahr ihre Wirkung – Nachts.

Temperaturen fallen auf bis zu drei Grad: Bayern steht Winternacht bevor

Denn während die Temperaturen tagsüber in die Höhe klettern, stürzen sie abends regelrecht ab. Letzte Nacht zum Beispiel vielerorts auf einen einstelligen Bereich. Und auch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird es kalt in Bayern. Laut aktuellem DWD-Bericht geht es runter auf elf bis fünf Grad, am westlichen Alpenrand gibt es den Meteorologen zufolge drei Grad.

Die Eisheiligen ziehen übers Land – und bringen frostige Temperaturen mit sich. Tagsüber bleibt es aber frühlingshaft warm.

Am Donnerstag gibt es tagsüber dann nochmal recht verhaltenes Wetter. Schauer ziehen übers Land, vielerorts bleibt es aber trocken. Der DWD schreibt: „Am Fichtelgebirge 12, im Raum Aschaffenburg 21 Grad. Mäßiger, in Böen mitunter starker Wind aus nördlichen Richtungen.“ Am Wochenende wird es dann weiter wechselhaft, Regen ist immer mal wieder möglich, die Temperaturen steigen aber etwas.

Erstmeldung vom 13. Mai: München – Aktuell klettern die Temperaturen in Bayern fleißig nach oben. Zumindest am Wochenende strahlte die Sonne vom blauen Himmel, hier und da wurde die 20-Grad-Marke nur knapp verfehlt. Seit Sonntag, 11. Mai, ziehen aber die Eisheiligen übers Land – bringen sie nochmal winterliche Kälte mit? Den Vorhersagen der Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes zufolge lässt sich diese Frage mit Ja und Nein beantworten.

Die Eisheiligen – was steckt hinter dieser Wetterperiode?

Die Eisheiligen bezeichnen eine Wetterregel, die sich auf fünf aufeinanderfolgende Gedenktage von katholischen Heiligen im Mai bezieht. Traditionell fallen diese Tage auf den 11. bis 15. Mai und sind nach Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie benannt. In dieser Zeit kann es zu einem letzten Kälteeinbruch mit Nachtfrösten kommen, bevor der Sommer beginnt.

Dieser Kälterückfall wird durch Polarluft verursacht, die zu dieser Jahreszeit häufig nach Mitteleuropa vordringt. Für Gärtner und Landwirte sind die Eisheiligen ein wichtiger Indikator: Erst nach ihrem Vorüberziehen werden empfindliche Pflanzen ins Freie gesetzt. Obwohl die Eisheiligen eine lange Tradition haben, zeigen Untersuchungen, dass die Kälteperiode heute oft früher auftritt, was möglicherweise mit dem Klimawandel zusammenhängt.

Die Eisheiligen in Bayern: Bringen sie den letzten Kälteeinbruch?

Die gute Nachricht vorweg: Die Eisheiligen in Bayern sorgen nicht dafür, dass der aktuelle Trend zu höheren Temperaturen gestoppt wird. Tatsächlich wird es zwar auch nicht bedeutend wärmer in dieser Woche, aber eben auch nicht kälter. Doch hier gibt es eine Ausnahme, ein großes Aber – und zwar die Nächte.

Die Eisheiligen machen im Mai in Bayern ihrem Namen alle Ehre – zumindest in der Nacht. (Symbolbild)

So schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) im aktuellen Bericht zu Bayern, dass die Höchstwerte am Dienstag, 13. Mai, bei 17 bis 23 Grad liegen. Dabei bleibt es sonnig, trocken, höchstens leicht windig. In der Nacht aber wird es im Vergleich zum Tag richtig kalt – die Temperaturen fallen im Freistaat den Meteorologen zufolge auf acht bis ein Grad, gebietsweise sei da sogar Bodenfrost möglich. Hier lassen die Eisheiligen also ziemlich ihre Muskeln spielen.

Die aktuelle Trockenheit in Bayern wirkt sich derweil auch auf die Pegelstände der hiesigen Flüsse aus – mit möglichen Folgen auch für die Schifffahrt.

Die längste Burg, der wärmste See, die älteste Stadt: Die 25 besten Rekorde aus Bayern

Bayern ist ein Land der Rekorde. Das zeigen die kommenden 25 Fotos dieser Galerie. Da gibt es nicht nur die längste Burg der Welt und der wärmste See Deutschlands, sondern auch kuriose Rekorde, wie die älteste Fast-Food-Bude und der höchste, nur zu Fuß oder per Rad erreichbare Gebirgspass der Republik. Viel Spaß beim Durchschauen!
Bayern ist ein Land der Rekorde. Das zeigen die kommenden 25 Fotos dieser Galerie. Da gibt es nicht nur die längste Burg der Welt und den wärmsten See Deutschlands, sondern auch kuriose Rekorde, wie die älteste Fast-Food-Bude und den höchsten, nur zu Fuß oder per Rad erreichbaren Gebirgspass der Republik. Viel Spaß beim Durchschauen! © IMAGO / Heinz Gebhardt
Burg Burghausen im letzten Abendlicht.
Los geht es mit der Burg Burghausen. Bei ihr handelt es sich um die weltweit längste Burg. Sie misst über einen Kilometer, genauer gesagt 1051 Meter. © IMAGO / imagebroker
Kempten im Allgäu von oben, Ausblick auf die östliche Stadt rund um Lenzfried Blick auf Kempten im Illertal.
Weiter geht es mit einem Luftbild einer bayerischen Stadt. Nichts Besonderes? Im Gegenteil! Denn auf dem Foto zu sehen ist Cambodunum, die älteste Stadt Deutschlands. Heute hört sie auf den Namen Kempten und liegt im Allgäu. © IMAGO/Alexander Rochau
Deutschlandkarte mit den meisten Einwohnern je Quadratkilometer
Für den nächsten Rekord richten wir den Blick auf die Landeshauptstadt: Denn dort leben die meisten Menschen je Quadratkilometer, ergo hat München die höchste Bevölkerungsdichte. © Demografieportal Bund und Länder/Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Die Allianz Arena in Fröttmaning
Im Norden Münchens steht die Allianz-Arena, ein weiterer bayerischer Rekord. Denn rund um die Spielstätte des FC Bayern München gab es einen Bürgerentscheid – und zwar den, mit der höchsten Beteiligung in der bayerischen Geschichte. © Nico Herbertz/Imago
tiefstehende Abendsonne eines spätsommerlich warmen Tages im Biergarten Königlicher Hirschgarten
Für einen Rekord bleiben wir noch in der Landeshauptstadt: Denn der Königliche Hirschgarten in München behauptet, der „größte Biergarten der Welt“ zu sein. Doch Konkurrenz kommt aus Franken. Dort liegt der Forchheimer Kellerwald. Er erstreckt sich über eine Fläche von 20.000 m² und bietet Platz für eine mittelgroße Stadt. Auch hier behauptet man stolz, den größten Biergarten der Welt zu haben.  © IMAGO/ Ralph Peters
Baugrenze in einem ländlichen Gebiet, Bauen direkt am Feld Individuelles Wohnen im Eigenheim nahe an der Natur Siegelddo
Dass Franken nicht nur groß kann, zeigt der Landkreis Fürth: Es ist der kleinste Landkreis im Freistaat. © IMAGO / Harry Koerber
26.05.2023 Reportage, der erste Tag auf der Bergkirchweih 2023, Freitag vor Pfingsten, Rund um die Keller am Burgberg be
Biergartenkultur und Volksfeste sind fester Teil der fränkischen Geschichte. Natürlich geht das auch mit einem Rekord einher: Die Bergkirchweih in Erlangen ist das älteste Bierfest der Welt. © IMAGO / Harry Koerber
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Etwas weiter im Norden, und zwar in Würzburg, wurde die erste Pizzeria Deutschlands eröffnet. Nicolino di Camillo lud hier 1952 zum ersten Mal Gäste ein, den italienischen Klassiker zu probieren – damals noch vorwiegend stationierte US-Soldaten. © IMAGO / Panthermedia
Luisenburg in Wunsiedel
Werfen wir den Blick auf Oberfranken: Im Naturpark Fichtelgebirge liegt nämlich der nächste Rekord, und zwar das Felsenlabyrinth der Luisenburg: Es ist das größte in Europa. © Imago
Die längste Skipiste Nordbayerns begeistert mit wunderschöner fränkischer Waldlandschaft.
Nicht weit vom größten Felsenlabyrinth Europas liegt eine weitere Besonderheit: Die längste Skipiste Nordbayerns. Die Nordpiste am Ochsenkopf lädt Wintersportler ein, die 2300 Meter lange Abfahrt zu genießen. © IMAGO / Westend61
Visualisierung der Hängebrücke über dem Naturschutzgebiet Höllental.
Im oberfränkischen Höllental entsteht außerdem die weltweit längste Fußgänger-Hängebrücke. Erst Ende 2024 wurde dem Projekt das finale grüne Licht gegeben. © sbp schlaich bergermann partner
Die Autobahn 7 ist mit einer Länge von 962 Kilometern die längste in ganz Deutschland.
Bewegen wir uns wieder in den Süden Bayerns – und wie könnte das besser gehen als direkt mit dem nächsten Rekord des Freistaats? Auftritt A7: Die längste Autobahn Deutschlands führt natürlich auch durch Bayern, und zwar vertikal von Nord nach Süd. © HMB Media/Oliver Mueller via www.imago-images.de
Herbst im Allgäu rund um Sonthofen im Illertal Sonthofen im Oberallgäu im Luftbild Sonthofen Bayern Deutschland *** Autu
Nicht ganz, aber fast erreicht die A7 auch Sonthofen: die südlichste Stadt Deutschlands. © IMAGO / Alexander Rochau
In den bayerischen Alpen liegt der höchste, nur zu Fuß oder per Rad erreichbare, Gebirgspass Deutschlands.
Unweit von Sonthofen finden Wanderer und Radfahrer einen weiteren spannenden Rekord: den Schrofenpass. Er ist der höchste, nur zu Fuß oder per Rad erreichbare Gebirgspass Deutschlands.  © SuperStock / imagebroker / IMAGO / Merkur-Collage
Ein malerischer Ausblick auf das schneesicherste Skigebiet Deutschlands – es liegt im Süden von Bayern.
Ebenfalls in der Region befindet sich das schneesicherste Skigebiet der Bundesrepublik, das Skigebiet Oberstdorf Kleinwalsertal. Auch Platz zwei und drei dieser Rekorde liegen – wenig überraschend – in Bayern: Berchtesgaden und Winklmoosalm-Steinplatte. © IMAGO / Alexander Rochau
Wasser des Forggensees
Bleiben wir noch kurz im Ostallgäu und werfen einen Blick auf den Forggensee. Denn bei ihm handelt es sich um einen weiteren Rekord Bayerns: er ist der größte Stausee Deutschlands. © IMAGO/Alexander Rochau
Unwetter im Alpenland, Regenwolken über der Zugspitze
Noch ein Rekord aus den Bergen: An der Zugspitze wurde mit 355 km/h die stärkste jemals in Deutschland gemessene Windböe registriert. © IMAGO/ Shotshop
Kramertunnel Garmisch
Von hoch oben auf dem Berg geht es für den nächsten Rekord weit nach unten – und zwar in den Kramertunnel, der sich noch im Bau befindet. Lang ist es aber nicht mehr hin und dann können die Autofahrer durch den viertlängsten Tunnel Deutschlands düsen. © Stephan Jansen/dpa
Tutzing, Bayern
Zurück Richtung München, wo vor den Toren der Landeshauptstadt nicht nur deren größter, sondern auch tiefster See liegt: der Starnberger See. © IMAGO/Ulrich Wagner
Konstruktion in Staatssammlung
Kurios: Das älteste Gebäude Münchens ist derweil kein Wirtshaus, sondern eine Latrine. Ursprünglich sollte der Holzschacht 5 vom Marienhof ein Brunnen werden, doch da eine Kuh in den Schacht stürzte, wurde das Wasser ungenießbar. Aus dem Brunnen wurde daher eine Latrine, und da der Bau auf das Jahr 1261 datiert wird, ist es das älteste Gebäude der Landeshauptstadt. © Archäologische Staatssammlung, S. Friedrich
Bayerns älteste bekannte Statue
Bayerns älteste bekannte Statue wurde 2014 bei Bauarbeiten in der Nähe von Gallmersgarten entdeckt. Nun ist die Figur aus der Jungsteinzeit im Gollachgaumuseum in Uffenheim zu sehen. © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege /dpa
Die Waldhaustanne ist über 600 Jahre alt.
Der Bayerische Wald ist bislang etwas zu kurz gekommen, also nichts wie hin in den Osten Bayerns. Dort steht nämlich die älteste und dickste Tanne Deutschlands, die Waldhaustanne. © IMAGO / Depositphotos
Die historische Wurstkuchl ist eine in Regensburg neben der Steinernen Bruecke gelegene Wurstbrater
Zum Abschluss noch ein Abstecher in die Oberpfalz: das Wurstkuchl in Regensburg ist die älteste Fast-Food-Bude der Welt. © IMAGO / Manfred Segerer (Collage: Merkur.de)
In Bayern wird das stärkste Bier der Welt gebraut. Es hat einen höheren Alkoholgehalt wie die Standard-Flasche Wodka. (Symbolbild)
Den krönenden Schlusspunkt dieser bayerischen Rekorde-Galerie setzt, wie soll es anders sein, noch ein Bier. Denn im Freistaat wird das stärkste Bier der Welt gebraut. Das „Schorschbock“ der mittelfränkischen Brauerei Schorschbräu in Gunzenhausen hat einen Alkoholgehalt von 57 Prozent. ©  imagebroker / IMAGO

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Mehrere Kälteschocks in Bayern – gleichzeitig gibt es schöne Frühlingstemperaturen

Am Mittwoch, 14. Mai, steigen die Temperaturen tagsüber sogar auf 21 bis 25 Grad, nur am Alpenrand verbleiben sie laut DWD-Vorhersage bei 19 Grad. Nachts aber dasselbe Bild – es geht runter auf zwischen zehn Grad in München und drei Grad am Alpenrand.

Am Donnerstag, 15. Mai, dem letzten Tag der Eisheiligen, ziehen dann nochmal dichte Wolken über Bayern hinweg. „Im Tagesverlauf von Nordosten her vermehrt Wolken und nachmittags in Alpennähe örtlich etwas Regen“, schreibt der DWD. Die Temperaturen gehen auch tagsüber etwas zurück, die Höchstwerte liegen laut DWD bei 16 bis 21 Grad. „In Berglagen teils starke bis stürmische Böen“, warnt der DWD. In der Nacht geht es sogar runter auf sechs bis ein Grad.

Weiter kühl und regnerisch bleibt es dann zum Wochenende hin, die nächsten Wärmeschübe gibt es der Trend-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zufolge erst ab der kommenden Woche – spätestens am Mittwoch, 21. Mai, fällt dann auch wieder flächendeckend die 20-Grad-Marke. (fhz)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Gianna Schade

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