VonDieter Dorbyschließen
Zum 31. Mal findet heute Abend die legendäre Weißwurstparty beim Stanglwirt in Going bei Kitzbühel statt, wie immer vor dem Hahnenkamm-Rennen. Für Metzgermeister Hans Holnburger (88) aus Miesbach ein Pflichttermin, und das aus gutem Grund:
Miesbach – Sein 2019 verstorbener Sohn Toni hatte das mittlerweile auf 2800 Gäste begrenzte Promi-Party 1991 mit Stanglwirt Balthasar Hauser aus der Taufe gehoben. Was einst als Stammtischparty mit mal acht Gästen begann, ist seit Jahren ein Mega-Event – und die Weißwürst aus Miesbach dürfen da nicht fehlen. Wir fragten Hans Holnburger, ob auch diesmal alles gut vorbereitet ist.
Herr Holnburger, heute geht’s wieder auf zur Weißwurstparty beim Stanglwirt. Wie laufen die Vorbereitungen?
Wir sind mittendrin. Am Donnerstag und Freitag werden 7000 Würst gemacht. Die werden dann verpackt, wenn sie ordentlich ausgekühlt und paarweise geschnitten sind. Wir werden mit vier oder fünf Mitarbeitern zum Stanglwirt fahren. Dort wärmen wir die Würst und geben sie immer wieder in die beiden großen Kessel, die wir extra für die Weißwurstparty angeschafft haben.
Nach 30 Jahren Erfahrung mit diesem besonderen Fest: Sind Sie da immer noch aufgeregt?
Klar freuen wir uns, aber man ist immer auch etwas belastet – die Sorge halt, dass nichts schief geht. Ich bin immer besorgt, dass alles hinhaut. Da hängt ja viel dran. Entsprechend macht man sich halt seine Gedanken. Aber wir sind ein eingeschworenes Team. Da weiß jeder, was zu tun ist. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet.
Offiziell dauert die Weißwurstparty bis 4 Uhr morgens. Wie lange sind Sie voraussichtlich dabei?
Das kann ich vorher nie so sagen. Erst müssen wir arbeiten und schauen, dass alle gut versorgt werden und dass alles passt. Dann schaue ich mit meiner Frau Kathi herum, wir ratschen mit den Leuten, die wir kennen. Letztes Mal waren wir bis 3 Uhr dabei.
Geht’s dann in der Nacht wieder zurück nach Miesbach?
Nein, wir bleiben über Nacht. Meine Frau hat gemeint, dann sind wir nicht so unter Druck. Wir trinken am Morgen noch unseren Kaffee, und dann geht’s wieder heim.
ddy
