VonDieter Dorbyschließen
Miesbach – Die Macher des ersten Miesbacher Kinderflohmarkts dürfen sich freuen. Das Debüt am Samstagvormittag auf dem Marktplatz ging bestens über die Bühne. Bei gutem Bummelwetter – sonnig, aber nicht zu heiß – herrschte von 8 bis 12 Uhr ein stetes Kommen und Gehen an den rund 20 Ständen.
Manch einer entdeckte die bunten Standl zufällig beim Semmelnholen und nutzte die Gelegenheit, Kindern oder Enkelkindern eine Überraschung mitzubringen. Andere kamen ganz bewusst, um das ein oder andere Schnäppchen zu suchen. Junge Familien bummelten mit ihren Kleinen über den gesperrten Marktplatz, auf dem die Kinder gefahrlos herumlaufen konnten.
Eine Lese- und eine Spielecke, wo man auch lernen konnte, Teller zu jonglieren, sorgten für Abwechslung bei der Beschäftigung. Und eine Clownin, die gelegentlich auch auf Stelzen lief, sorgte nicht nur für viel Lachen, sondern auch für staunende Kinderaugen. All das bildete den Rahmen des Langen Einkaufssamstags, dem der Kinderflohmarkt, auf dem ausschließlich Spielzeug von privat verkauft wurde, einen jahrmarktähnlichen Rahmen bescherte.
Die Veranstalter – die Stadt und die Arbeitsgemeinschaft Inklusionsspielplatz am Nordgraben – waren mit der Premiere zufrieden. „Es ist super gelaufen“, freute sich Benedikt Waizmann vom Stadtmarketing. Dem stimmten Elisabeth Neuhäusler und Alexandra Braunmiller von der AG zu. „Das war eine tolle Atmosphäre“, schwärmte Braunmiller, und Neuhäusler freute sich über die vielen glücklichen Gesichter. Beide stellten fest: „Eine Wiederholung im kommenden Jahr lässt sich bei dieser Premiere fast nicht vermeiden.“
Wie berichtet, entstand die Idee in der Arbeitsgemeinschaft zum geplanten Inklusionsspielplatz am Miesbacher Nordgraben. „Ein Spielzeug-Flohmarkt ist eine schöne Sache“, hatte Mitinitiatorin Alexandra Braunmiller, Ehefrau des Rathauschefs, erklärt. „Und in Verbindung mit dem Langen Einkaufssamstag ist das bei uns wirklich neu.“ Der Marktplatz werde dafür für Autos gesperrt und auf neue Weise belebt. Ein Projekt, das auch Bürgermeister Gerhard Braunmiller gut fand: „Dafür sperren wir den Marktplatz gerne mal.“
ddy
