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Eine friedliche „Ein-Mann-Demo“ hat sich durch Monika Grubers drastische Reaktion zu einem Nährboden für die rechte Szene gebildet. Das ist gefährlich, findet unser Autor.
Erding – Die Heizungswende von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck spaltet das Volk. Die Ampel und vor allem die Grünen schauen tatenlos zu, wie das gesellschaftliche Klima immer heißer wird. Das Schlimme daran ist: Schuld daran sind schwere handwerkliche Fehler. Jeder Heizungsbauer kann erklären, warum eine Wärmepumpen-Republik nicht funktionieren kann. Habeck ist gelungen, was nie hätte passieren dürfen: Mittlerweile reagieren auch die genervt bis ablehnend, die klar für mehr Klimaschutz sind und auch bereit wären, die unangenehmen und vor allem teuren Folgen zu schultern.
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Monika Gruber reagiert drastisch auf „Ein-Mann-Demo“ – rechte Szene findet Nährboden
Wer sich umhört, stellt fest: Das Land befindet sich an einem Kipppunkt. Und an dem fängt es an, politisch gefährlich zu werden. In Erding will ein Bürger friedlich und sachlich gegen die „Heizungs-Ideologie“ demonstrieren. Die hier wohnende Kabarettistin Monika Gruber springt ihm bei – mit allerdings sehr drastischen Formulierungen. Und die fallen bei Rechten und ganz Rechten auf fruchtbaren Boden.
Sie trommeln weit über die Region auf ihren Kanälen: Kommt am 10. Juni nach Erding! Zur Erinnerung: Das ist die Stadt, die monatelang Hotspot der Corona-Montagsspaziergänger war. Diese Eskalation wäre vermeidbar gewesen. Und: Das überlebenswichtige Anliegen, das Klima nachhaltiger zu schützen, droht aus dem Fokus zu geraten. Alles in allem ist das eine Klimakatastrophe für sich.
Ein Kommentar von Hans Moritz (Redaktionsleiter Erdinger Anzeiger / Dorfener Anzeiger)
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