VonKatarina Amtmannschließen
Christian Masengarbschließen
Einem Tag nach dem Moorbrand bei Irschenberg gibt es neue Details zum Einsatz. Bilder zeigen das ganze Ausmaß des Feuers und den schweißtreibenden Einsatz der Retter.
Update vom Donnerstag, 20. Juni: Grob 5000 Quadratmeter Land betroffen
Einen Tag nach dem Moorbrand in Irschenberg sind neue Details zu den schweißtreibenden Löscharbeiten bekannt geworden, an denen circa 60 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren beteiligt waren.
Im Wendlinger Filz südlich der Autobahn war am Mittwoch ein Moorbrand ausgebrochen. Ein Anwohner hatte die Feuerwehr verständigt, die zunächst eine 250 Meter lange Förderleitung in das schwer zugängliche Gebiet legte und das Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen zubrachte. Auf einer Fläche von grob 100 mal 50 Meter (5000 Quadratmeter) brannten Moorboden und niedriges Gehölz.
Bei Temperaturen um 30 Grad setzten die Feuerwehren aus Irschenberg, Miesbach, Hundham und Wörnsmühl mehrere Rohre ein und versuchten, das hartnäckige Feuer, das sich bereits weit in den dicken Torfboden gefressen hatte, einzudämmen. Mit Schaufeln und Hacken musste die Torfschicht auf der Suche nach Brandnestern umgeackert werden. Der Einsatz dauerte bis in die Abendstunden. Unklar ist nach wie vor die Brandursache in dem fast weglosen Areal.
Außerdem veröffentlichte die Feuerwehr diese Bilder vom Einsatz:
Bilderstrecke: Waldbrand in Irschenberg




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Originalartikel vom Mittwoch, 19. Juni: Moorbrand bei Irschenberg
Irschenberg - In Irschenberg hat am Mittwoch ein Feuer rund 1000 Quadratmeter Wiese zerstört. Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Anwohner eine Rauchentwicklung in einem Waldstück, wie die Polizei mitteilte. Beim Eintreffen der Feuerwehr Irschenberg standen bereits gut 200 Quadratmeter Wiese einer Waldlichtung im Wendlinger Filz in Flammen.
Da sich das Feuer schnell ausbreitete, wurden weitere Feuerwehrkräfte aus Miesbach, Wörnsmühl und Hundham nachalarmiert, teilte die Polizei mit.
Feuer in Irschenberg: schwieriger Einsatz für Rettungskräfte
Die Rettung gestaltete sich zu Beginn schwierig, da die Lichtung schwer zugänglich ist. Um sie trotzdem mit Löschwasser zu versorgen, wurde ein Pendelverkehr mittels Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und zu löschen.
Feuer in Irschenberg: Einsatzkräfte vermuten Selbstentzündung als Brandursache
Eine Fläche von gut 1000 Quadratmeter wurde zerstört, der Schaden beläuft sich auf ungefähr 5000 Euro. Die Feuerwehr war mit 65 Kräften vor Ort, zur Überwachung von Glutnestern war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass sich das Feuer selbst entzündet hat.
Einen kuriosen Feuerwehreinsatz gab es vor einiger Zeit in Miesbach. Dort brannte ein Baum, wegen des Winds musste die Feuerwehr anrücken. In Bamberg mussten die Einsatzkräfte zu einem Waldbrand ausrücken - auch die Ursache ist bekannt.


