In Rom

„Vergisst man so schnell nicht“: Moorenweiser trifft den Papst

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Wolfgang Vogt schüttelt dem Heiligen Vater die Hand.
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Einmal dem Papst persönlich die Hand schütteln – nicht viele Katholiken haben dazu die Chance. Wolfgang Vogt aus Moorenweis hatte das Glück, eine Privataudienz bei Franziskus erleben zu dürfen.

Moorenweis – „Es war ein absolutes Highlight“, sagt der 27-Jährige. „Man hat zwei Stunden später noch wackelige Knie.“

Dass es zu dem Besuch in den Privatgemächern des Papstes kam, war reiner Zufall. Vogt war mit einem befreundeten Ehepaar für ein paar Tage nach Rom gefahren und traf dort einen Schweizer Freund, der an einer Pilgerreise von katholischen Studentenverbindungen teilnahm. Die Gruppe hatte eine Privataudienz beim Papst ergattert und nahm Vogt, der ebenfalls einer Studentenverbindung angehört, einfach mit. Glücklicherweise hatte der 27-jährige Rechtsanwalt einen Anzug im Gepäck. Fliege und Kopfbedeckung konnte er sich ausleihen – sonst wäre der Besuch im Vatikan an der Kleiderordnung gescheitert.

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Schweizer Gardisten geleiteten die Gruppe zum Audienzsaal. Nach einer Ansprache und einem gemeinsamen Gebet durften alle am Papst vorbei defilieren und ihm die Hand schütteln. Sagt man in diesem aufregenden Moment etwas zum Heiligen Vater? „Nein“, sagt Vogt. Die Zeit sei dafür zu kurz, und irgendwelche Belanglosigkeiten habe er dem Papst nicht zumuten wollen. „Ich habe mich nur bedankt, dass ich da sein durfte, und mich verneigt.“

Das Thema

Für seine Ansprache an die Vertreter der katholischen Studentenverbindungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte der Papst ein passendes Thema gewählt. Er forderte mehr Bildungsgerechtigkeit und rief die Zuhörer dazu auf, sich weltweit für gute Lernbedingungen einzusetzen. Zum Abschluss gab es ein weiteres Gebet und für jeden Besucher einen Rosenkranz.

Es war nicht das erste Mal, dass Vogt den Papst live sah. Im vergangenen Jahr hat der Jurist einige Monate in Rom gelebt und sich keine der wöchentlichen Generalaudienzen entgehen lassen. Doch dort sei die Stimmung eine völlig andere gewesen – allein schon, weil es sich um Massenveranstaltungen mit rund 20 000 Teilnehmern handelt. „Da geht es eher zu wie auf einem Volksfest.“

Die persönliche Begegnung mit Franziskus hat den Moorenweiser tief beeindruckt. „Allein schon wegen der Präsenz, die er hat“, sagt der 27-Jährige. „Es war ein Ereignis, das man nicht so schnell vergisst.“

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