VonArmin Forsterschließen
Die Moosburger FDP, derzeit nicht im Stadtrat vertreten, gibt sich kämpferisch - und will mit dem 26-jährigen Philipp Fincke das Bürgermeisteramt erobern.
Moosburg - Das Rennen um die Amtsnachfolge von Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt (CSU) ist um eine Personalie reicher: Wie der Vorstand der Moosburger FDP am Montag mitgeteilt hat, empfehle er seinen Mitgliedern die Wahl von Philipp Fincke zum Bürgermeister-Kandidaten. „Diese Empfehlung ergeht einstimmig“, heißt es dazu in dem Schreiben. Gewählt werden soll Fincke am Donnerstag, 29. August, ab 19 Uhr im Lokal Planlos im Pöschlbräu, anlässlich der Aufstellungsversammlung der Moosburger FDP.
Matthias Spettmann, Ortsvorsitzender der FDP Moosburg/Hallertau, gibt sich in der Pressemitteilung kämpferisch: „Wir werden in den kommenden Monaten unsere Vorstellungen von einem modernen, unternehmerfreundlichen und bürgernahen Moosburg für die nächsten Jahre entwickeln und diese sichtbar machen.“ Diese Inhalte und Ziele würden das Programm der Liberalen für die Kommunalwahl in Moosburg bilden.
Moosburgs FDP sieht in 26-Jährigem Fincke ihren Hoffnungsträger
Gleichzeitig teilt der Ortschef in einen Rundumschlag gegen das Moosburger Kommunalparlament aus: „Die Ergebnisse der langjährig im Stadtrat Verantwortlichen werden unserer Stadt nicht gerecht“, so Spettmann.
„Mit unseren zukunftsträchtigen Vorschlägen und Ideen wollen wir den kommenden Ersten Bürgermeister stellen und verkrustete Strukturen aufbrechen“. Man sei „sehr glücklich“, mit Philipp Fincke einen „beruflich wie politisch hoch engagierten 26-jährigen Moosburger Hoffnungsträger in unseren Reihen zu wissen“.
Kampfansage an „Polit-Establishment“
Philipp Fincke, einst Schüler am Freisinger Camerloher-Gymnasium, weist eine berufliche Laufbahn in der Bankenbranche vor und arbeitet eigenen Angaben zufolge derzeit als Kundenbetreuer bei einem Baufinanzierungs-Vermittler. Der junge Moosburger ist verheiratet, in der örtlichen FDP bekleidet er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Aus Sicht seines Vorstands-Kollegen Matthias Spettmann verkörpere er „die Visionen und Ziele einer neuen Moosburger Generation wie kein Zweiter“.
Mit Fincke werde man sich vom bestehenden Moosburger Polit-Establishment abgrenzen. Und damit zur „ersten politischen Adresse für Wähler, die einen perspektivischen Wechsel wollen - bürgernah, pragmatisch und voller Ideen für ein besseres Moosburg“. Darüberhinaus hoffen die Liberalen auf weitere Unterstützer ihrer Liste zur nahenden Kommunalwahl.
FDP-Mann Philipp Fincke ist damit nach Josef Dollinger (FW), Georg Hadersdorfer (CSU) und Michael Stanglmaier (Grüne) der vierte Kandidat, der im Kampf um den Moosburger Rathaus-Chefsessel seinen Hut in den Ring wirft. Amtsinhaberin Anita Meinelt tritt bekanntlich nicht erneut an, sondern wechselt im März 2020 in den Bürgermeister-Ruhestand.
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