Moosburgs zentraler Platz

Plan-Umbau für zwei Millionen Euro beschlossen - Debatte um gefährliches Wasserspiel

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Lebendig soll es nach der Umgestaltung des Moosburger „Plans“ auf dem zentralen Marktplatz zugehen. Doch über die Details wird weiter intensiv debattiert.

Die Neugestaltung des „Plans“, Moosburgs zentraler Marktplatz, ist beschlossen. Debattiert wurde jedoch über eine mögliche Gefahrenstelle für Kinder.

Moosburg – Nach mehreren Diskussionen wurde in Moosburg nun die Erneuerung des zentralen Platzes „Auf dem Plan“ beschlossen. Bei der finalen Entscheidung des Stadtrats zeigte sich am Montag aber auch deutlich, dass mit der Weichenstellung des Gremiums die Diskussionen noch nicht beendet sind.

Planer Ludwig Schegk hatte zuletzt vom Stadtrat die Hausaufgabe bekommen, die Zahl der dauerhaften Parkplätze von 15 auf 25 zu erhöhen. Das geschieht in der nun modifizierten Planung mit einer Reihe von 15 Stellplätzen an der Nordseite vor dem Kastulusmünster. Jeweils fünf Parkflächen gibt es an den zwei Seiten der Einfahrt zum Plan – entlang der Mauer und gegenüber.

Parkplatz am Wasserspiel Gefahrenstelle für Kinder

Intensiv diskutiert wurde der hinterste Parkplatz (Richtung Kriegerdenkmal), der für Behinderte ausgewiesen werden soll und durch den Fahrzeuge beim Rangieren nahe an das geplante Wasserspiel herankommen. „Dieses Wasserspiel wird von Kindern sicher gut angenommen“, sagte Johannes Becher (Grüne), „da sollten die Autos nicht halb hereinfahren.“ Der Planer solle sich die Situation noch einmal ansehen. Bürgermeisterin Anita Meinelt machte deutlich, dass der Behindertenparkplatz wohl am wenigsten genutzt werde und sich deshalb für den Kompromiss anbiete.

Schegk betonte, dass sein Plan in der Neugestaltung eine von allen Verkehrsteilnehmern geteilte Fläche sei. Damit müssten alle Verkehrsteilnehmer auf andere Rücksicht nehmen und jeder habe die gleichen Pflichten. Er bekam als Anregung aus dem Stadtrat mit auf den Weg, über eine Platzierung von Parkplätzen für Elektroautos samt Lademöglichkeit nachzudenken. Erwin Weber (CSU) forderte, dass man bei dem künftigen Belag des Platzes auch an Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren denken müsse. Dazu sagte der Planer, dass gesägte, aufgeraute Steine der neuesten Generation verwendet werden sollen: „Damit bewegt man sich plan Auf dem Plan.“

Nur ein Stadtrat stimmte gegen die Plan-Umgestaltung

Nur Martin Pschorr (SPD) stimmte letztlich gegen das Projekt, „weil das für den Plan zwar eine Aufwertung ist, aber es ist nur eine Schönheitsoperation“. Über solche Maßnahmen könne man erst dann nachdenken, wenn die dringend notwendige Verkehrsberuhigung der Innenstadt vollzogen sei. Mit der anstehenden Herunterstufung der Staatsstraße zur Gemeindestraße seien andere Schritte notwendiger als diese.

Mit 22:2 Stimmen wurden die Planung und die Kostenkalkulation von brutto gut zwei Millionen Euro beschlossen. Neben Martin Pschorr stimmte noch Ludwig Kieninger (FW) gegen das Projekt.

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