„Moosburg4Future“

„Menschen wachrütteln“: 15-Jährige erklärt, warum sie für das Klima auf die Straße geht

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„Auch in der Kleinstadt lässt sich etwas verändern“: Die 15-jährige Marina Schorgg hat sich an der Klimamahnwache Moosburg4Future mit einem Redebeitrag beteiligt.
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Weshalb für das Klima auf die Straße gehen? Jugendparlaments-Vorsitzende Marina Schorgg (15) erklärt, warum sie die Mahnwache „Moosburg4Future“ unterstützt.

Moosburg – Zum wiederholten Mal haben sich am Freitag unter dem Motto „Moosburg4Future“ Bürger zu einer Klimamahnwache auf dem Plan versammelt. Die Bewegung wird gemeinsam getragen von Mitgliedern der Organisationen ADFC, Bund Naturschutz, Greenpeace, Solarfreunde – und des Moosburger Jugendparlaments. Deren Vorsitzende, die 15-jährige Marina Schorgg, hat im Vorfeld der Veranstaltung dem Freisinger Tagblatt erklärt, weshalb sie regelmäßig für das Klima auf die Straße geht.

Freisinger Tagblatt: Marina, Du nimmst nicht einfach nur an „Moosburg4Future“ teil, Du hältst dort auch eine Rede. Was treibt Dich an?

Marina Schorgg: Die Mahnwache soll allen zeigen, dass man nicht in Berlin leben muss, um für das Klima auf die Straße zu gehen, sondern dass wir auch in einer Kleinstadt wie Moosburg etwas verändern können. Mit meinem Redebeitrag möchte ich die Menschen wachrütteln. Am 20. August hat sich der erste Protest von Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament zum ersten Mal gejährt – und obwohl das Thema in aller Munde ist, ist seither eigentlich sehr wenig Konkretes passiert.

Laut einer aktuellen Umfrage sieht sich nur knapp jeder vierte Deutsche in seiner persönlichen Einstellung durch Greta und die „Fridays for Future“-Bewegung beeinflusst. Demotiviert Dich das?
Mich motiviert es eher. Ich möchte erreichen, dass sich noch mehr Menschen für das Thema interessieren. Die Moosburger Mahnwache soll den Menschen auch das Gefühl vermitteln: Es sind nicht nur junge Menschen, die sich für das Weltklima engagieren. Die Veranstaltung wird ja von den unterschiedlichsten Organisationen ausgerichtet, da sind alle Altersgruppen vertreten.

„Amazonas-Brände scheinen kaum jemanden zu interessieren“

Im Moment brennen im Amazonas-Gebiet gigantische Flächen an Urwald. Was fühlst Du, wenn Du Bilder davon siehst?
Das ist schlimm! Und es ärgert mich, dass darüber so lange kaum berichtet wurde. Als in Paris die Notre-Dame gebrannt hat, liefen tagelang Sondersendungen im Fernsehen und in kürzester Zeit wurden Millionen an Spenden gesammelt. Die Amazonas-Brände scheinen im Vergleich dazu kaum jemanden zu interessieren.

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