Moosenalmweg: Verlängerung genehmigt

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Moarbauernhütte (li.) und Jaudenhütte auf der Moosenalm unterhalb der Schafreiters werden durch die Verlängerung des Almwegs direkt erschlossen. Foto: kn/Archiv

Lenggries - Klammheimlich ist eine äußerst umstrittene Almwegbaumaßnahme im Vorkarwendel genehmigt worden: die Verlängerung des Moosenalmwegs.

Bereits im Juli erließ die Regierung von Oberbayern den Genehmigungsbescheid für die Verlängerung des Moosenalmwegs im Vorkarwendel. Gebaut werden darf ein 500 Meter langer Grünweg, über den Jauden- und Moarbauernhütte erreichbar sein werden.

Friedl Krönauer, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, mag zu der Sache eigentlich gar nicht mehr viel sagen. „Wir waren am Schluss auch nicht mehr ins Verfahren eingebunden.“ Verwunderlich sei die Zustimmung allerdings schon. Immerhin habe man 1995 im Genehmigungsbescheid für den eigentlichen Almweg eindeutig festgeschrieben, dass es keinen weiteren Ausbau geben wird. „Aber irgendwie ist es müßig, sich darüber zu unterhalten“, sagt Krönauer. Da habe es eben nochmal Begehungen gegeben, dann wurde Landwirtschaftsminister Helmut Brunner auf die Alm gefahren - und plötzlich sei alles in Butter gewesen.

Jaudenbauer Korbinian Jaud ist froh, auch wenn der Wegebau eine Stange Geld kosten wird. Er rechnet mit rund 35 000 Euro plus Mehrwertsteuer, die auf ihn und den zweiten Almbauern Jakob Wasensteiner zukommen. Dessen Hütte müsse dringend saniert werden. Die Fundamente seien angegriffen, der Keller eingefallen. „Für uns wird der Weg eine große Erleichterung sein. Dafür haben wir vier Jahre gekämpft.“ Eigentlich wollte man schon in diesem Sommer bauen. „Aber das Unternehmen, das wir haben wollten, hatte keine Zeit.“ Es sei die Firma, die bereits beim eigentlichen Almwegbau gute Arbeit geleistet habe.

„Um kein Risiko einzugehen, wird nun bis zum nächsten Jahr gewartet“, ergänzt Georg Mair, Vorsitzender des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO).

Gebaut wird nun im kommenden Sommer - zwischen 1. August und 30. Oktober. Das ist nur eine von vielen Auflagen, zu denen auch eine ökologische Bauleitung gehört. Angelegt wird ein 2,50 Meter breiter Weg mit Grünstreifen in der Mitte. Almbauer Jaud. „Es ist uns wichtig, so schonend wie möglich zu bauen. Wir möchten ja, dass auch nach uns noch Genehmigungen für Almwege erteilt werden.“ (va)

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