In Berg am Laim verkommt die Tram-Haltestelle St.-Veit-Platz nach Ansicht der Grünen immer mehr. Sie fordern deshalb eine Aufwertung.
München – Die Grünen in Berg am Laim nennen es bereits einen „Lost Place“: Gemeint ist die Endhaltestelle der Trambahnlinie 21 in der St.-Veit-Straße. Ein geschlossener Kiosk, der langsam verfällt, verrostete Fahrräder und Müll auf einer gepflasterten Fläche zwischen der Wendeschleife der Tram würden die Station jedenfalls nicht besonders attraktiv machen, so die Grünen im Bezirksausschuss.
Vorschlag: Kunstprojekt im Kiosk
Der Vorschlag der Viertelpolitiker: Mit temporär aufgestellten Hochbeeten oder Bäumen in Trögen, einer teilweisen Entsiegelung und einem Blühstreifen, Sitzgelegenheiten und vor allem einer Wiederbelebung des Kiosks könnte der Haltepunkt deutlich aufgewertet werden. Der Kiosk könnte entweder neu verpachtet, als Pop-up kurzfristig zwischengenutzt oder wenigsten von einem Kunstprojekt belebt werden, so die Grünen weiter.
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Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht. Denn die Eigentumsverhältnisse an der Endhaltestelle sind kompliziert. Das Grundstück gehört dem Baureferat. Das ist aber nur für die Reinigung der Fläche zuständig, mit der eine externe Firma beauftragt wurde. Eine Ortsbegehung ergab einen gepflegten und gereinigten Zustand. Für die Beseitigung von möglichen Schrott-Fahrrädern wiederum ist laut Baureferat die P&R-GmbH zuständig.
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Das Gebäude mit dem Kiosk ist zweigeteilt. Die Verkaufseinheit gehört nicht der MVG, sondern fällt in die Zuständigkeit des Kommunalreferats. Von dort kommt die Auskunft, der Kiosk sei stark sanierungsbedürftig und stehe daher gegenwärtig nicht für eine Nutzung zur Verfügung.