VonSascha Karowskischließen
Dem Kiosk Grünspitz in München-Giesing droht das Aus. Eine Abwasserleitung fehlt bislang. Dass sie kommt, dafür setzt sich nun Bürgermeister Dominik Krause ein.
München – Im Sommer gibt es Aperol, im Winter Glühwein. Und bei den Heimspielen der Löwen schmeißt Sebastian Erlenmeier den Grill an. Der Grünspitz in Giesing hat sich nebst Kiosk zu einem beliebten Treffpunkt im Viertel entwickelt. Aber: Dem Projekt droht das Aus. Denn die Nutzung der Fläche war bislang nur temporär gestattet. Das soll sich nun ändern.
Bürgermeister Dominik Krause setzt sich für Grünspitz ein
Die mit Kastanienbäumen bewachsene, 2000 Quadratmeter große Grünfläche an der Tegernseer Landstraße ist in öffentlicher Hand. Die Verwaltung hat dort mit dem Projekt „Soziale Stadt“ einen Treffpunkt geschaffen. Zwar gibt es dort den Kiosk, die Flächen sind aber generell nutzbar – auch ohne, dass Besucher Geld ausgeben müssen.
Betreut wird das Projekt vom Verein Green City. Den Kiosk betreibt Erlenmeier seit 2018. Das Konzept war aber zeitlich begrenzt. Die Duldung wäre nächstes Jahr ausgelaufen. „Wir kämpfen schon seit Jahren darum, dass es verstetigt wird“, sagt Erlenmeier, „Aber grundsätzlich hängen da viele Themen dran. Unter anderem das Problem mit der Abwasserleitung.“ Die gibt es nämlich bisher nicht.
Am Grünspitz sind alle gern – von der Familie bis zum Löwenfan
Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat sich jetzt beim Baureferat dafür eingesetzt, dass Leitungen gelegt werden. „Der Kiosk am Grünspitz ist einer der beliebtesten Treffpunkte in Giesing“, sagt Krause. Dort kämen ganz unterschiedliche Menschen zusammen – vom Löwenfan bis zur Mutter mit Kind. „Ich freue mich, dass das Baureferat nun die Grundlage schafft für einen Erhalt des Kiosks.“ Das sei auch ein expliziter Wunsch des Bezirksausschusses gewesen.
Bereits in dieser Woche sind Gespräche mit den zuständigen Referaten geplant. Erlenmeier ist begeistert. „Das jetzt Bewegung reinkommt, ist super. Wir haben schon viel Arbeit in das Projekt gesteckt. Es wäre schön, wenn es weitergehen könnte.“
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