Täter mehrfach polizeibekannt

Alter Botanischer Garten in München: Mann begrapscht 13-Jährige

+
Eine Polizeikontrolle im Alten Botanischen Garten.
  • schließen

Ein Vorfall im Alten Botanischen Garten sorgt für Diskussionen. Ein Mann belästigte eine Schülerin. Die CSU sieht Handlungsbedarf bei der Sicherheit.

München - Schon wieder Ärger im Alten Botanischen Garten in München: Ein Mann (32) hat am vergangenen Freitag (30. Mai) eine Schülerin (13) an der Brust angefasst. Nach unseren Informationen handelt es sich beim Mädchen um eine Siebtklässlerin des nahe gelegenen Luisengymnasiums. Die Direktorin hat die Eltern bereits schriftlich über den „sehr unschönen Vorfall“ informiert. Laut Direktorin war die Schülerin mit ihrer Klasse auf einem „Unterrichtsgang zur Frauenkirche“, als sie betatscht wurde.

Alter Botanischer Garten: Der Verdächtige ist mehrfach polizeibekannt

Das Luisengymnasium liegt direkt am Alten Botanischen Garten.

Laut Polizei lief sie gegen 10.45 Uhr mit einer Mitschülerin und einer Lehrkraft der Gruppe voraus – die drei waren auf dem Gehsteig in der Elisenstraße entlang des Parks unterwegs. Da kamen ihnen der obdachlose Eritreer und ein zweiter Mann entgegen. Der griff der Schülerin laut Sprecher „mit einer Hand oberhalb ihrer Kleidung an die Brust. Die 13-Jährige schlug die Hand des Mannes, welcher sie berührte, unmittelbar nach der Berührung von sich“.

Die Lehrkraft rief die Polizei. Die konnte den Grapscher eine Stunde später im Alten Botanischen Garten festnehmen. Er hatte sich in der Zwischenzeit umgezogen, konnte durch die Videokameras der Polizei wiedererkannt werden. Er sitzt in U-Haft. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage angibt, hatte er 1,5 Promille zur Tatzeit. Er ist polizeibekannt, unter anderem wegen Raubs und Körperverletzung.

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

CSU-Kandidat Baumgärtner fordert mehr Sicherheit im Park

Clemens Baumgärtner, OB-Kandidat der CSU.

Die Polizei schätzt die Lage am Alten Botanischen Garten derzeit als ruhig ein – trotz des Grapsch-Vorfalls. In den vergangenen Jahren war die Kriminalität im Problem-Park explodiert. Stadt und Polizei handelten, stellten Videokameras auf, erhöhten die Zahl von Streifen. Seit einigen Monaten gilt hier auch ein Alkohol, Drogen- und Waffenverbot.

Der OB-Kandidat der CSU, Clemens Baumgärtner, fordert dennoch mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im und rund um den Alten Botanischen Garten: „Mein Mitgefühl dem Opfer. Das zeigt, dass der Sicherheitszustand am Alten Botanischen Garten immer noch unbefriedigend ist. Junge Frauen und vor allem Schülerinnen müssen sich in München sicher bewegen können. Keine Toleranz gegenüber Kriminalität und Verwahrlosung.“

Kommentare