Münchens Altstadt soll endlich grüner werden. OB Reiter nennt Oktober als Start für die Pflanzungen. Die Vorbereitungen sind jedoch aufwendig.
Münchens Altstadt ist zu kahl – die Stadt will deshalb seit längerem dort Bäume pflanzen. Jetzt nennt OB Dieter Reiter (SPD ) erstmals ein Datum für die ersten Bäume!
Passanten sind in der Münchner Fußgängerzone unterwegs.
© Peter Kneffel/dpa
Laut Reiter laufen gerade Vorprüfungen. „Bis die ersten Bäume gepflanzt werden, dauert es leider noch etwas“, meldete er am Mittwoch. „Ab Oktober ist optimale Pflanzzeit, dann wird man die ersten Bäume in der Sendlinger Straße sehen.“
Bäume in der Innenstadt von München – den Plan gibt es schon lange, aber er zieht sich. Laut Stadt liegt das am Münchner Boden unterm Pflaster, so Reiter: „Unter unseren Straßen und Plätzen liegen zahlreiche sogenannte Sparten: Wasser- und Abwasserleitungen, Strom- und Gasleitungen, Fernwärme, Telekommunikations- und Glasfaserkabel. All diese Leitungen müssen bei einer Baumpflanzung berücksichtigt, gesichert, teilweise verlegt oder neu geordnet werden.“
OB Dieter Reiter will die Altstadt mit Bäumen abkühlen.
© Stefan Hobmaier
Hinzu kämen der Bodenaustausch, spezielle Baumsubstrate, Wurzelräume, Belüftungssysteme und Maßnahmen, damit die Bäume auch langfristig gesund wachsen können. Die Anpassung dieser unterirdischen Infrastruktur sei „sehr aufwändig und verursacht den Löwenanteil der Kosten, die das Baureferat in die Gesamtkalkulation einbeziehen muss“, so Reiter. „Es ist nun mal unglaublich viel teurer, Bäume dort zu pflanzen, wo wir sie für das Stadtklima am dringendsten brauchen!“
Bäume für die Altstadt München – die Kosten sind hoch So koste das Pflanzen eines Baums 60 000 Euro. „Natürlich kostet nicht ein einzelner Baum 60.000 Euro oder mehr, sondern circa 5000 Euro“, erklärt der OB. „Der Rest ergibt sich aus dem großen Aufwand für alle notwendigen Arbeiten, die erforderlich sind, um einen Baum in einer zuvor vollständig versiegelten Fläche wie der Fußgängerzone überhaupt pflanzen zu können.“
Das sind die zwölf schönsten Parks in München – nicht alle sind bekannt Die Stadt München ist umgeben von schönster Natur. Berge und Seen ziehen jährlich Millionen Touristen an. Doch man muss nicht immer die Stadt verlassen, um schönste Natur genießen zu können. Hier sind die zwölf schönsten Parks München – darunter echte Geheimtipps. © Peter Kneffel/dpa Ein Herbstspaziergang im Ostpark, im Hintergrund die Hochhäuser in München-Neuperlach, mit Alpenkette im Hintergrund. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber Auch im Biergarten kann man es sich im Ostpark bequem machen. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber Der Rekord-Schnee im Dezember 2023 verwandelte den alten Bavariapark in ein Winter-Wunderland. © Privat Selten, dass er so daherkommt, der Bavariapark. Gelegen hinter der Theresienwiese, im Westend, ist er ein echter Geheimtipp für alle, die es ruhiger haben wollen. Die meisten, die hier unterwegs sind, kommen aus dem Viertel. Selten, dass er so daherkommt, der Bavariapark. Gelegen hinter der Theresienwiese, im Westend, ist er ein echter Geheimtipp für alle, die es ruhiger haben wollen. Die meisten, die hier unterwegs sind, kommen aus dem Viertel. © Privat Insbesondere im Sommer kann man es sich inmitten von prächtigen Blumenbeeten bequem machen. Insbesondere im Sommer kann man es sich inmitten von prächtigen Blumenbeeten bequem machen. © Robert B. Fishman via www.imago-images.de Den Rosengarten an der Isar, zwischen Eisenbahnbrücke und Wittelsbacherbrücke gelegen, kann man als Geheimtipp bezeichnen. Die schönsten botanischen Anlagen, exotische Bäume und Pflanzen machen den kleinen Park zum Idyll. Den Rosengarten an der Isar, zwischen Eisenbahnbrücke und Wittelsbacherbrücke gelegen, kann man als Geheimtipp bezeichnen. Die schönsten botanischen Anlagen, exotische Bäume und Pflanzen machen den kleinen Park zum Idyll. © Privat Grabstätten berühmter Söhne und Töchter der Stadt München zeigen längst vergangene Epochen der Stadt. Grabstätten berühmter Söhne und Töchter der Stadt München zeigen längst vergangene Epochen der Stadt. © imageBROKER/Manfred Bail via www.imago-images.de Wer ihn nicht kennt, wird ihn so leicht nicht finden. Der Südfriedhof, zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel gelegen, ist ein Märchenort inmitten der Stadt. Die Grabstätten erzählen uralte Geschichten, so wie das Alter der Bäume, die hier seit langer Zeit stehen. Wer ihn nicht kennt, wird ihn so leicht nicht finden. Der Südfriedhof, zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel gelegen, ist ein Märchenort inmitten der Stadt. Die Grabstätten erzählen uralte Geschichten, so wie das Alter der Bäume, die hier seit langer Zeit stehen. © imago stock&people Ein winterlicher Tag im Luitpoldpark. Die Grünfläche in Schwabing zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Stadt, und ist für jeden Münchner ein schönes Ziel zum Flanieren und Entspannen. Ein winterlicher Tag im Luitpoldpark. Die Grünfläche in Schwabing zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Stadt, und ist für jeden Münchner ein schönes Ziel zum Flanieren und Entspannen. © Alexander Pohl via www.imago-images.de Auf dem Luitpoldpark ist der Blick auf die Stadt einzigartig. Auf dem Luitpoldpark ist der Blick auf die Stadt einzigartig. © IMAGO/Alexander Pohl Touristenmagnet und Ort voller Geschichte und Tradition: Der Hofgarten. Mit seinen Blumen und Wegen ist er das Tor in den Englischen Garten, und lädt insbesondere im Sommer viele Menschen zum Verweilen ein. Touristenmagnet und Ort voller Geschichte und Tradition: Der Hofgarten. Mit seinen Blumen und Wegen ist er das Tor in den Englischen Garten, und lädt insbesondere im Sommer viele Menschen zum Verweilen ein. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber Blick von oben auf den Hofgarten: An einem Ende ragt die Staatskanzlei empor, das andere Ende zeigt den Odeonsplatz und die Ludwigstraße. Blick von oben auf den Hofgarten: An einem Ende ragt die Staatskanzlei empor, das andere Ende zeigt den Odeonsplatz und die Ludwigstraße. © IMAGO Der Waldfriedhof im Südwesten der Stadt ist ein Erlebnis. Man taucht ein in eine ganz eigene Welt, voller Geschichte und Mythen. Gleichzeitig ist es ein Naturerlebnis, das in einer Stadt selten anzutreffen ist . Der Waldfriedhof im Südwesten der Stadt ist ein Erlebnis. Man taucht ein in eine ganz eigene Welt, voller Geschichte und Mythen. Gleichzeitig ist es ein Naturerlebnis, das in einer Stadt selten anzutreffen ist . © IMAGO / Michael Westermann Auch im Waldfriedhof haben es sich Wildtiere heimisch gemacht. Auch im Waldfriedhof haben es sich Wildtiere heimisch gemacht. © IMAGO/Philippe Ruiz Der Blick auf den Justizpalast ist wohl nirgends so beeindruckend wie vom Alten Botanischen Garten. Der Blick auf den Justizpalast ist wohl nirgends so beeindruckend wie vom Alten Botanischen Garten. © IMAGO/Hanna Wagner Der Alte Botanische Garten mitten in Münchens Zentrum hat keine guten Jahre hinter sich. Kriminalität, Drogen-Delikte und Vermüllung zwangen die Stadt zum Handeln. Mit Video-Überwachung, Sportanlagen und Gastro-Angeboten ist der Park jetzt wieder einen Besuch wert. Der Alte Botanische Garten mitten in Münchens Zentrum hat keine guten Jahre hinter sich. Kriminalität, Drogen-Delikte und Vermüllung zwangen die Stadt zum Handeln. Mit Video-Überwachung, Sportanlagen und Gastro-Angeboten ist der Park jetzt wieder einen Besuch wert. © IMAGO/imageBROKER/A. Scholz Allein ist man im Nymphenburger Schlosspark nie: Zahlreiche Rehe nennen das ehemalige Jagdgebiet ihr Zuhause. Wer genau hinschaut und am frühen Morgen oder am Abend da ist, hat die besten Chancen, sie zu entdecken. Allein ist man im Nymphenburger Schlosspark nie: Zahlreiche Rehe nennen das ehemalige Jagdgebiet ihr Zuhause. Wer genau hinschaut und am frühen Morgen oder am Abend da ist, hat die besten Chancen, sie zu entdecken. © Philippe Ruiz via www.imago-images.de Der Apollotempel im Nymphenburger Schlosspark. Ein alter Baumbestand, viele verwinkelte Wege und zahlreiche Sitzmöglichkeiten machen den Park zu einem verwunschenen Stück Natur mitten in der Großstadt. Der Apollotempel im Nymphenburger Schlosspark. Ein alter Baumbestand, viele verwinkelte Wege und zahlreiche Sitzmöglichkeiten machen den Park zu einem verwunschenen Stück Natur mitten in der Großstadt. © IMAGO/Zoonar.com/Harald Biebel Im Winter friert der kleine See im Olympiapark gerne mal zu. Ein Spaziergang lohnt sich hier zu jeder Jahreszeit. Im Winter friert der kleine See im Olympiapark gerne mal zu. Ein Spaziergang lohnt sich hier zu jeder Jahreszeit. © IMAGO/S.Gottschalk Der Olympiapark gehört mit seiner Silouette zu den Wahrzeichen Münchens. Die Zeltdächer, der Turm - sie gehören fest zu Münchens Sightseeing-Highlights. Und wer weiß, vielleicht finden hier schon bald wieder Olympische Spiele statt. Der Olympiapark gehört mit seiner Silouette zu den Wahrzeichen Münchens. Die Zeltdächer, der Turm – sie gehören fest zu Münchens Sightseeing-Highlights. Und wer weiß, vielleicht finden hier schon bald wieder Olympische Spiele statt. © IMAGO / Eibner Der Westpark in München wurde 1983 für die internationale Gartenbauausstellung eröffnet. Zu bestaunen gibt es hier auch eine Thailändische Sala mit Buddha-Statue. Sie ist nicht das einzige „Highlight“ im Park. Der Westpark in München wurde 1983 für die internationale Gartenbauausstellung eröffnet. Zu bestaunen gibt es hier auch eine Thailändische Sala mit Buddha-Statue. Sie ist nicht das einzige „Highlight“ im Park. © IMAGO/Michael Nguyen Zwei Seen gibt es im Westpark, aber Achtung: Baden darf man hier drin nicht. Zwei Seen gibt es im Westpark, aber Achtung: Baden darf man hier drin nicht. © IMAGO/S.Gottschalk Der Englische Garten in München gilt als der größte innerstädtische Park der Welt. Besonders die Wiesen um den Monopteros, direkt am Eisbach, sind im Sommer ein beliebter Spot bei Münchner und Touristen. Der Englische Garten in München gilt als der größte innerstädtische Park der Welt. Besonders die Wiesen um den Monopteros, direkt am Eisbach, sind im Sommer ein beliebter Spot bei Münchner und Touristen. © IMAGO / Alexander Pohl Auch im Winter lädt der Englische Garten mit seinen weiten Flächen zum Spazieren und Verweilen ein. Auch im Winter lädt der Englische Garten mit seinen weiten Flächen zum Spazieren und Verweilen ein. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber Die ersten Bäume sollen in der Sendlinger Straße gepflanzt werden. Das hatten schon beim Umbau viele gefordert, umgesetzt wurde es damals nicht. Wegen des Klimawandels müssen jetzt doch Bäume hin. Der OB: „Sie spenden nicht nur Schatten, sondern sorgen auch durch Verdunstung des aufgenommenen Wassers für eine spürbare Abkühlung der Umgebung. An heißen Tagen kann das die gefühlte Temperatur deutlich senken – ein Effekt, der im dicht bebauten Innenstadtbereich besonders wichtig ist.“
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