Eine dreifache Mutter hat die Initiative ergriffen: Stephanie Ruhdorfer fordert zusammen mit weiteren Bürgern aus Sicherheitsgründen eine Querungshilfe an der Hauptstraße.
Münsing – 153 Bürger wünschen sich eine sichere Überquerung der Hauptstraße in Münsing. Eine entsprechende Unterschriftenliste haben sie an Bürgermeister Michael Grasl, die Polizeiinspektion Wolfratshausen, das Landratsamt in Bad Tölz und das Staatliche Bauamt in Weilheim geschickt.
Initiatorin der Unterschriftenaktion ist Stephanie Ruhdorfer. Sie wohnt mit ihrer Familie auf der östlichen Seite der Hauptstraße. Ihre Tochter besucht die Münsinger Grundschule. In den ersten beiden Klassen habe sie ihr Kind auf dem Schulweg begleitet, schreibt Ruhdorfer. Die Querung von der östlichen auf die westliche Bachstraße habe sie ihrer Tochter nicht alleine zumuten wollen. Die Antragstellerin bezweifelt, dass die von der Polizei genannte Anzahl an Kindern, die täglich über die Hauptstraße gehen, richtig ist. Sie habe vier Wochen lang selbst gezählt und Eltern befragt. Ihr Ergebnis: Es wohnen aktuell 93 Kinder auf der östlichen Seite der viel befahrenen Ortsdurchfahrt. 63 davon sind im Alter zwischen sieben und 15 Jahren und müssen auf dem Weg zur Grundschule oder zum Schulbus die Hauptstraße überqueren. Hinzu kommen mindestens zehn Kinder, die von Ost nach West zur Bushaltestelle gelangen müssen.
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Die dreifache Mutter denkt jedoch nicht nur an die Schüler, sondern an alle Anwohner, insbesondere Senioren, die bei ihren täglichen Erledigungen die Straße passieren. Sie wünscht sich eine Druckknopfampel, auf die bereits vor der Kurve beim Gasthaus Limm hingewiesen wird, oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer im Ortskern. Auf eigene Faust – und mit dem Einverständnis der Gemeinde – hat Ruhdorfer bereits Plakate mit der Aufschrift „Achtung Kinder“ besorgt und aufgehängt.
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Georg Fischhaber, zuständiger Sachbearbeiter am Landratsamt, hat der Münsingerin eine erste Stellungnahme zukommen lassen. Darin schreibt er, die beste Lösung wären Schulweghelfer. Diese haben sich jedoch wie berichtet bisher in der Gemeinde nicht gefunden. Eine Bedarfsampel unterliege bestimmten Anforderungen, erklärt Fischhaber, „sonst müsste man sie ja überall aufstellen, weil jede Querung gefährlich ist“. Die gefährlichste Ampel sei die, die nicht oder kaum bedient werde. Fischhaber kündigt eine ausführliche Antwort in Zusammenarbeit mit der Verkehrskommission und der Polizei an. Tanja Lühr