Klimaschutzaktion

So startete das Stadtradeln

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Jetzt geht’s los: Auf dem neuen Radweg zwischen Münsing und Weipertshausen ist am Samstagvormittag die Aktion Stadtradeln offiziell gestartet worden.
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Rauf aufs Radl: Am Samstag startete die landkreisweite Klimaschutzaktion Stadtradeln. Ob Schüler, Rentner oder ADFC-Mitglied: Unterschiedlichste Teilnehmer tummelten sich in Münsing - darunter auch lokale Politiker.

Münsing Landrat Josef Niedermaier ging am Samstagvormittag mit gutem Beispiel voran. In rasantem Tempo radelte der Tölzer von seiner Heimatstadt aus zum Parkplatz vor dem Münsinger Rathaus. Dort war der Münsinger Bürgermeister Michael Grasl noch damit beschäftigt, mehrere Träger Erfrischungsgetränke und eine große Tüte frischer Brezen am Treffpunkt für den offiziellen Auftakts des landkreisweiten Stadtradelns aufzustellen.

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Nach und nach trudelten auch Wolfratshausens Vize-Rathauschef Fritz Schnaller (auf einem E-Bike) und das von dem Landtagsabgeordneten Hans Urban aus Eurasburg angeführte Team „Grüner Antrieb“ ein. Der größte Pulk – ein Zusammenschluss aus Geretsrieder und Wolfratshauser ADFC-Mitglieder sowie Stadträten und Freiwilligen – füllte den kleinen Parkplatz schließlich vollständig. Erfreulich: Von Schülern über ADFC-Mitglieder bis hin zu Rentnern war alles vertreten. Auch Karlheinz Rauh (84), Mitbegründer der Energiewende Oberland, schreckte als ältester Teilnehmer nicht vor dem steilen Gefälle zwischen Wolfratshausen und Münsing zurück.

Ältester Teilnehmer ist 84 Jahre

„Im Vordergrund soll der Spaß stehen“, betonte Andreas Süß. Der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises erhofft sich zudem ein positive Öffentlichkeitswirkung von der Aktion. „Wir wollen Werbung für Strecken machen, die man ohne Auto zurücklegen kann“, sagte Süß. Was lag also näher, als den erst kürzlich eingeweihten Radweg zwischen Münsing und Weipertshausen als Eröffnungsstrecke zu küren?

Schwierigkeiten beim Bau von Radwegen

Vor dem Start nutzte Bürgermeister Grasl die Gelegenheit, daran zu erinnern, wie schwierig und langwierig sich der Bau von Radwegen mittlerweile gestalte. Seien es komplizierte Verhandlungen mit Grundbesitzern, die nur wenig Fläche abgeben wollen, oder die mitunter überzogene Naturschutzvorgaben. „Die Verfahren müssen vereinfacht und beschleunigt werden“, forderte Grasl. Landrat Niedermaier konnte die Sorgen des Rathauschefs nachvollziehen. „Wir tun uns immer noch schwer, geeignete Ausgleichsflächen zu finden“, räumte der Tölzer ein. Die Grundakzeptanz für die Notwendigkeit eines erweiterten Radwegenetzes sei zwar da. „Aber wenn ich Radwege bauen will, muss ich was Gescheites machen: Eine Breite von 1,50 Meter reicht nicht“, sagte Niedermaier. Der Landtagsabgeordnete Urban plädierte zwar für eine schnelle Mobilitätswende, warnte aber vor zu starker Bauaktivität: „Wir dürfen nicht inflationär alles zubetonieren und müssen weiterhin auf den Erhalt von Biotopen achten.“

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Bis zum 12. Juli sind nun alle Bürger und Pendler, die im Landkreis wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, aufgerufen, ihre gefahrenen Radkilometer auf einer Internetseite einzutragen. „Nachmeldungen sind jederzeit möglich“, erklärte Süß.

ph

Infos und Anmeldung:

www.stadtradeln.de

www.stadtradeln.de/
geretsried und
www.stadtradeln.de/
wolfratshausen

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