Freier Eintritt am Wochenende

Es zeigt Geschichte und Geschichten: Museum Wolfratshausen feierlich eröffnet

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Das Museum Wolfratshausen wurde am Freitagnachmittag eröffnet. Bürgermeister Klaus Heilinglechner durchtrennt das rote Band.
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Das Museum Wolfratshausen ist eröffnet. 200 Gäste besuchten den Festakt in der Loisachhalle. Am Wochenende gibt es ein großes Programm.

Wolfratshausen – Bürgermeister Klaus Heilinglechner nennt es ein „Schmuckstück“, einen „würdigen Rahmen für unsere reiche Stadtgeschichte“ – und vor allem „einen Ort, der Geschichte zeigt und Geschichten erzählt“. Am Freitagnachmittag wurde das Museum Wolfratshausen offiziell mit einem Festakt in der Loisachhalle eröffnet. Zu Gast waren Politiker, Kulturpreis-, Bürgermedaillen- und Wirtschaftspreisträger, Vereinsvertreter und Fördermittelgeber. Rund 200 Menschen hörten, wie Heilinglechner vom Museum schwärmte.

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Wolfratshausen sei zwar „dafür bekannt, dass wir uns Entscheidungen nicht immer leicht machen“, meinte Heilinglechner. Laut Dr. Christof Flügel von der Landesstelle für nicht staatliche Museen, war die Loisachstadt bei der Museumsgestaltung allerdings schnell. Durchschnittlich bräuchten Kommunen in Bayern für diesen Prozess zwischen sechs und sieben Jahre. „Die Umsetzung hier hat zweieinhalb Jahre gedauert“. Und das, obwohl viele Interessen zusammengeführt werden mussten, wofür Heilinglechner der Museumsleiterin Annekatrin Schulz dankte. Während die Städtische Wohnungsbaugesellschaft die denkmalgeschützte Immobilie am Untermarkt 10 sanierte, war sie „eine Museumsleiterin ohne Museum“ – und habe im Hintergrund „Experten, Exponate und Erwartungen“ vereint.

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Möglich war die umfangreiche Neukonzeption durch Fördermittel von insgesamt sechs Zuschussgebern, wie Stadtmanager Dr. Stefan Werner erklärte. Am meisten steuerte die Städtebauförderung bei. Der Sachgebietsleiter Städtebau bei der Regierung von Oberbayern, Ralph Imhof, sprach in seinem Grußwort von 1,7 Millionen Euro Zuschuss für die Gebäudesanierung. Unter einem Dach würde nun „das geistliche und leibliche Wohl versorgt“ und gleichzeitig die heimische Wirtschaft unterstützt, wie Ministerialdirektorin Dr. Ulrike Wolf aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium lobte – mit dem Museum, der Tourist-Information und einer Kaffeerösterei am Untermarkt 10.

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Ein Museum für alle: Wolfratshauser Einrichtung macht Geschichte und Geschichten erlebbar.

An diesem Wochenende können Bürger bei freiem Eintritt einen Blick in das Museum werfen. Den Gästen gaben Schulz und Rathausmitarbeiter Martin Melf schon erste Einblicke in die Räumlichkeiten. Melf rückte dabei nicht nackte Jahreszahlen in den Fokus: „Wolfratshausen ist nicht nur Akten, Fakten, Daten und Häuser – durch die Geschichten der Leute wird Wolfratshausen zur Heimat.“ Herausgekommen ist laut Annekatrin Schulz „ein Museum für alle – für interessierte Museumsgänger und für Museumsmuffel“.

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