VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Zu einer ganzen Verletzungsserie kam es in den vergangenen Tagen am Blomberg. Größter Bergwacht-Einsatz: Bei einem Rodelunfall verunglückte eine ganze Familie.
Wackersberg - Viele Rodler zog es in den vergangenen Tagen an den Blomberg. Die Rodelbahn ist gut präpariert, aufgrund der Witterung sei sie jedoch stellenweise vereist, berichtet die Bergwacht. Der dramatischste Einsatz ereignete sich am Sonntag. Die in Bereitschaft stehende Gruppe auf der Blomberg-Diensthütte wurde von der Leitstelle Murnau zu einem Unfall unterhalb der Traverse nähe Mittelstation gerufen. Von drei Schwerverletzten war in der Erstmeldung die Rede. Die Gruppe mit zwei Bergwachtärzten und einem Notfallsanitäter der Bergwacht rückte zur Unfallstelle aus. Zudem wurden die Rettungshubschrauber Christoph Murnau und zusätzlich Heli 3 aus Kufstein sowie ein weiterer Bergwacht-Notarzt aus Lenggries alarmiert.
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Mutter erleidet Schädelhirntrauma
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein Ehepaar aus Polen mit zwei Kleinkindern im Alter von 1 bis 3 Jahren mit dem Schlitten von der Bahn abgekommen und gestürzt war. Die Mutter, die mit den zwei Kleinkindern auf dem einen Schlitten saß, zog sich ein Schädelhirntrauma und eine Beinfraktur zu. Sie wurde nach der Erstversorgung von der Traverse aus mit dem Rettungshubschrauber nach Murnau geflogen. Den unverletzten Vater und die zwei Kleinkinder brachte die Bergwacht ins Tal. Von dort transportierte sie der BRK-Rettungswagen zur weiteren Abklärung in die Asklepios-Stadtklinik.
Weitere Unfälle - Bergwacht gefordert
Bereits am Donnerstag war ein Fahrgast der Sesselbahn noch auf Höhe der Bergstation gestürzt und hatte sich dabei eine Handgelenksfraktur zugezogen, wie die Tölzer Bergwacht berichtet. Die Retter brachten ihn nach der Versorgung mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal.
Schwere Rodelunfälle am Wallberg: Notarzt-Hubschrauber muss zweimal kommen (merkur.de)
Im unteren Drittel der Rodelbahn kam zudem am Freitag ein 23-jähriger Schlittenfahrer aus nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn ab und zog sich durch den Aufprall eine Rippenserienfraktur zu. Außerdem hatte der dazu gerufene Tölzer Bergwachtnotarzt den Verdacht, dass Lunge ebenfalls verletzt sein könnte. Die Bergwacht brachte den sehr schmerzhaft Verletzten nach der Erstversorgung mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal.
Am Samstag verletzte sich dann eine Schlittenfahrerin aus Marokko am Fußgelenk. Auch sie wurde von der alarmierten Bergwacht versorgt und ins Tal transportiert.
