In Moorenweis

Nach Brand in der Mehrzweckhalle: Schäden schlimmer als gedacht

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Das Feuer hat Turngeräte und Mobiliar im Geräteraum vernichtet. Die Halle selbst ist extrem stark verraucht. Besonders schlimm hat es die Elektrik getroffen.
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Die Folgen des Feuers an der Mehrzweckhalle sind schlimmer als gedacht. Die Beseitigung eines Wasserschadens in der Mittagsbetreuung wird dauern.

Moorenweis - Anfangs hatte es so ausgesehen, als sei der Neubau, in dem die Mittagsbetreuung untergebracht ist, glimpflich davongekommen. Doch inzwischen zeigt sich, dass die Erleichterung verfrüht war. „Durch die Hitze haben sich die wasserführenden Leitungen an den Verbindungsstellen geweitet und sind undicht geworden“, erklärt Vize-Bürgermeister Rudi Keckeis.

Leitungen werden freigelegt

Momentan sei man dabei, die Wände aufzumachen und eine Leitung nach der anderen freizulegen. Mit einer niederschmetternden Erkenntnis: „An jedem Abzweig stellen wir das gleiche Problem fest“, so Keckeis. Statt das Gebäude auf diese Weise nach und nach in den Rohbauzustand zurückzuversetzen, denke man nun darüber nach, eine neue Installation auf Putz zu verlegen. Keckeis rechnet damit, dass die Bauarbeiten mindestens bis zum Sommer dauern.

Dennoch kann die Mittagsbetreuung weiter genutzt werden, wenn auch mit Einschränkungen und Erschwernissen, vor allem für das Personal. Kinder und Erwachsene müssen die Sanitäranlagen des angrenzenden Feuerwehrhauses nutzen.

Dort wird auch das Mittagessen ausgegeben und das Geschirr gespült. Er sei dankbar, dass die Mitarbeiterinnen den zusätzlichen Aufwand klaglos hinnehmen würden, sagte Dritter Bürgermeister Christoph Gasteiger in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Holzverkleidung muss erneuert werden

„Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine neue Hiobsbotschaft kommt“, so Rudi Keckeis über die nach und nach zutage tretenden Folgen des Brandes, der Ende Oktober mutwillig durch Feuerwerkskörper verursacht worden war. Besonders schlimm hat es die Mehrzweckhalle getroffen. Inzwischen sei klar, dass neben den elektrischen Versorgungseinrichtungen die komplette Holzverkleidung der Hallenwände erneuert werden müsse. Ob die ursprünglich angesetzten sechs Monate für die Sanierung ausreichen, erscheint inzwischen fraglich.

Keckeis ist froh, dass der TSV Moorenweis „beispielhaft unbürokratisch und schnell“ seine eigene Halle für den Schulsportunterricht zur Verfügung gestellt hat. TSV-Vorsitzender Hubert Leib wiederum dankte in der Bürgerfragestunde des Gemeinderats den Sportvereinen in Grunertshofen, Jesenwang, Landsberied und Utting. Diese ermöglichen den 579 Kindern und Jugendlichen des TSV, weiterhin Turnen, Fußball und Tischtennis zu trainieren.

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