Mögliche Insolvenzverschleppung

Nach Haftantritt in Landsberg: Was Alfons Schuhbeck zusätzlich noch droht - Ermittlungen zu Finanzchaos

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Alfons Schuhbeck (74) wurde wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt
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Alfons Schuhbeck sitzt mittlerweile in der JVA Landsberg - doch die Haft ist nicht das Ende seiner Probleme. Denn die Staatsanwaltschaft ermittelt auch in anderer Sache noch gegen den Star-Koch. Zudem gibt es eine Räumungsklage des Vermieters.

München - Seit gestern Mittags ist Alfons Schuhbeck (74) im Knast: In der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech hat der Star-Koch seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung angetreten. Für drei Jahre und zwei Monate muss Schuhbeck einsitzen, denn er hatte insgesamt 2,3 Millionen Euro Steuern hinterzogen - und mehr als 1000 Rechnungen in seinen Restaurants gefälscht.

Nach Haftantritt in Landsberg: Was Alfons Schuhbeck zusätzlich noch droht - Ermittlungen zu Finanzchaos

Rund zehn Monate nach der Verurteilung im Oktober 2022 hat Schuhbeck seine Haftstrafe jetzt also angetreten, doch das ist nicht sein einziges Problem. Denn gegen den Star-Koch ermittelt die Staatsanwaltschaft München I auch noch wegen Insolvenzverschleppung. Der Vorwurf: Schuhbeck soll längst gewusst haben, dass er als Unternehmer zahlungsunfähig war - und betrieb seine Geschäfte trotzdem weiter, auf Kosten der Gläubiger.

„Ich kann bestätigen, dass wegen Insolvenzverschleppung im Zusammenhang mit Herrn S. und seinen Firmen ermittelt wird. Die Ermittlungen laufen noch. Die Vorermittlungen hierzu wurden bereits Ende 2021 von Amts wegen eingeleitet. Weitere Details kann ich derzeit nicht mitteilen“, sagt Juliane Grotz, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I.

München: Schuhbeck sitzt in Haft - doch die Staatsanwaltschaft ermittelt auch noch wegen Insolvenzverschleppung gegen ihn

Auch als Privatmann ist Schuhbeck längst insolvent, das Finanzamt München brachte per Fremdantrag mittlerweile ein Verfahren in Gang. Das bedeutet, dass die Restschuld auch nach drei Jahren nicht erlassen werden kann. Rund 1,2 Millionen Euro muss Schuhbeck noch an das Finanzamt zurückzahlen nach seinem Steuerbetrug.

Am Amtsgericht läuft zudem auch noch ein Zivilverfahren gegen den Star-Koch, weil er die Miete in seiner Privatwohnung am Platzl in der Münchner Innenstadt nicht gezahlt haben soll. Sein Vermieter, die Messerschmitt-Stiftung klagt auf Räumung. Nächster Prozesstermin ist am 24. Oktober.

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