VonAndreas Steppanschließen
Es ist die einzige Obstplantage im Landkreis – und noch dazu eine auf 700 Meter besonders hoch gelegene: Seit 2010 pflanzt der Martin Jost auf der Gaißacher Sunntraten Äpfel an. Bald beginnt die Ernte.
Gaißach – Martin Jost stammt aus Südtirol. Seit 2010 betreibt er die Apfelplantage an der Gaißacher Sunntraten. Die Früchte bietet er in seinem Hofladen an der Lenggrieser Straße an. Wie er jetzt bekannt gab, beginnt dort der Verkauf voraussichtlich wieder am Montag, 17. September. Viele Fruchtfreunde knüpfen nach dem Rekordsommer hohe Erwartungen an die Ernte 2018. Obstbauer Jost spricht im Gespräch mit dem Tölzer Kurier von einem guten Apfel-Jahrgang, der aber lediglich „ein bisschen überm Durchschnitt“ liege.
Martin Jost: Zehn bis 14 Tage dauert es schon noch. Bis dahin kriegen die Äpfel noch etwas mehr Farbe und die restliche Reife. Eine besonders schöne Farbe bekommen sie, wenn es in den Nächten klar und kühl und tagsüber sonnig ist.
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Martin Jost: Mengenmäßig wird es eher eine normale Ernte. Es war zwar sehr warm, aber es gab auch zweimal Hagel und dabei sind einige Äpfel von den Bäumen gefallen. Daraus machen wir dafür Apfelsaft. Insgesamt war der Sommer mit viel Hitze und Trockenheit nicht nur positiv für das Wachstum.
Martin Jost: Die Qualität ist gut. Durch den schönen sonnigen Sommer enthalten die Äpfel etwas mehr Zucker. Die Sonne fördert die Photosynthese und die Zuckerbildung, und Zucker ist der Geschmacksträger am Apfel. Unsere Äpfel enthalten heuer fünf bis zehn Prozent mehr Zucker als sonst – aber ob man das vom Geschmack her überhaupt merkt, ist fraglich. Wenn ein Apfel zu wenig Zucker enthält, dann schmeckt man das deutlicher.
Martin Jost: Gala, Elstar, Jonagold, Red Dilicious, Braeburn und Golden Delicious.
Martin Jost: Bei den Kunden ist Elstar der Favorit, weil diese Äpfel ein bisschen säuerlich schmecken.
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