VonSilke Schederschließen
Nach der Absage des Christkindlmarkts in Benediktbeuern versucht die Gemeinde den Vereinen zuliebe nun doch, einen Ersatztermin zu finden – wenn auch in einem anderen Rahmen.
Benediktbeuern – Am Mittwoch, 12. Dezember, ist eine Info-Veranstaltung geplant. Für die übriggebliebenen Würstl, Schupfnudeln und Co. gibt es andere Lösungen. Viel Zeit und Liebe haben die Vereine in den vergangenen Wochen und Monaten in die Vorbereitungen für den Benediktbeurer Christkindlmarkt gesteckt. Der Erlös kommt häufig der Jugendarbeit zugute oder wird gespendet, für manche stellt er sogar die Haupteinnahmequelle dar. Die Absage vom Sonntag trifft die Vereine deshalb hart, auch wenn alle Verständnis für die Entscheidung des Organisationsteams zeigen. Wie berichtet hatte das Gremium nach Sturmtief „Marielou“ Sicherheitsbedenken. Nun will die Gemeinde den Vereinen ermöglichen, das selbst gemachte Kunsthandwerk doch noch verkaufen zu können.
„Das Kloster hat dankenswerterweise zugesagt, die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung zu stellen“, sagt Bürgermeister Hans Kiefersauer. Konkret könnten die Stände im Kreuzgang aufstellt werden. Dort sei nicht nur das Ambiente schön. Die Vereine könnten auch von den Touristenströmen profitieren, hofft Kiefersauer. Bereits am kommenden Samstag oder Sonntag, 15./16. Dezember, soll es soweit sein. Die Details werden am morgigen Mittwoch in einer Infoveranstaltung besprochen. Alle Vereine sind eingeladen, Beginn ist um 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.
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Essbares darf im Kloster allerdings wohl nicht verkauft werden. Deshalb werden die Bergwacht und die Beira Maschkera bei ihrem ursprünglichen Plan bleiben und am kommenden Sonntag ab 14 Uhr rund um den Maibaum ein weihnachtliches Treiben auf die Beine zu stellen. Die Mitglieder des Maschkera-Vereins haben dem Trachtenverein Fleisch und Würstl abgekauft, die Bergretter bieten neben heißen Maroni auch Mistel- und Tannenzweige an. Bergwacht-Bereitschaftsleiter Markus Schambeck ist sehr froh über diese Möglichkeit: „Der Erlös ist unsere Haupteinnahmequelle.“ Sollten parallel im Kloster andere Vereine ihr Kunsthandwerk anbieten, wäre das aus Sicht Schambecks ideal: „Dann könnten die Leute vom Kloster aus ins Dorf spazieren und dort etwas essen.“
Bereits am morgigen Mittwoch ab 19 Uhr bietet der Skiclub Schupfnudeln, Sauerkraut, Speck, Glühwein und andere Getränke in seiner Gerätehütte neben der Loipe an der Häusernstraße an. Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang, deshalb wollte Vorstand Marcus Klingler nicht zu lange warten. „Außerdem müssten wir sonst vier Wochen lang Schupfnudeln essen“, scherzt Klingler. Der Erlös kommt ausschließlich der Jugendarbeit zugute.
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Eine schnelle, kreative Lösung hat sich auch die Kindertagesstätte Don Bosco ausgedacht, um nicht auf dem Kunsthandwerk sitzen zu bleiben, das die Eltern in den vergangenen Wochen liebevoll für den Christkindlmarkt gebastelt hatten. Honig, Christbaumanhänger, Kochbücher und vieles mehr werden noch bis kommenden Freitag in der Kita an der Bahnhofsstraße 58 angeboten, und zwar zwischen 7.15 und 16 Uhr, am Freitag nur bis 15 Uhr. „Wir haben viele kleine Sachen, die man gut verschenken kann“, wirbt Kita-Leiterin Schwester Irene Eisenreich, die auf viele Abnehmer hofft.
