ISEK-Zwischenbericht

Hopfenhalle, Waldbad und mehr: Das soll in den nächsten Jahren in Nandlstadt passieren

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Den ISEK-Zwischenbericht präsentierten Planer Klaus Schulz (2. v. l.) sowie der Lenkungsausschuss mit (v. l.) Markus Kurkowiak, Bürgermeister Jakob Hartl, Jürgen Kronthaler und Rainer Klier am Donnerstag. Michael Schranner war terminlich verhindert.

Der ISEK-Zwischenbericht für Nandlstadt wurde nun vorgelegt. Brennpunkte sind die Hopfenhalle und das Waldbad.

Nandlstadt – Jetzt ist es buchstäblich zu Papier gebracht. Am Donnerstag gab es erstmals Einblick in den Zwischenbericht des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), dessen Ziele, Ideen und Umsetzungsmaßnahmen den Markt Nandlstadt in den kommenden 15 Jahren lenken und leiten sollen.

Leitbild für ganz Nandlstadt

In einem Pressegespräch am Nachmittag sowie nochmals in der abendlichen Sitzung wurde das Ergebnis gebührend gefeiert, das Stadtplaner Klaus Schulz in einem gebundenen Zwischenbericht auf über 100 Seiten mit allerhand Fotos zusammengefasst hatte. Eingeflossen waren vorbereitende Voruntersuchungen bezüglich des Hauptortes sowie der umliegenden Dörfer und Weiler in puncto Topografie, Demografie sowie bestehender Verhältnisse. Auch der Marktrat war nicht untätig, der acht Handlungsfelder als kommunale Ziele als Leitbild für ganz Nandlstadt vorgab.

Fokus liegt auf dem historischen Ortskern

Dem Namen „Städtebauprogramm“ entsprechend gilt das Hauptaugenmerk dem Kernort – und zwar dem inneren Bereich, der räumlich sowohl den historischen Ortskern entlang der Marktstraße, aber auch das Gebiet bis zur Schule, An der Nandl, die komplette Bergstraße sowie die Hopfenhalle mit dem umliegenden Gebiet des einstigen Bahnhofs umfasst. Ein Lenkungsausschuss mit den Marktratsmitgliedern Rainer Klier, Jürgen Kronthaler, Michael Schranner und Markus Kurkowiak hatte sich des Projekts federführend angenommen. Planer Klaus Schulz dankte für die intensiven Beratungen, die sie mitunter nächtelang zusammen verbracht hatten. Lob bekamen auch die Arbeitskreise, die sich den vier Themen Wirtschaft, Umwelt, gesellschaftliches Leben sowie Mobilität und Tourismus widmeten. Auch die Jugend wurde miteinbezogen, ferner durften die Kleinen der beiden Kindergärten ihre Zukunftswünsche malen.

Zwei Brennpunkte

Zwei „Brennpunkte“ kommen im Konzept öfter zur Sprache: die alte Hopfenhalle, die man gerne sanieren und dann wiederbeleben möchte, sowie das Waldbad, das langfristig als Schmuckstück für Ort und Region erhalten bleiben soll. Umfangreiche Ideen finden sich im Zwischenbericht auch über das Gebiet rund um die Schule, das durch neue Verkehrsleitung sowie Sport- und Spielplätzen kräftig auf- und umgerüstet werden soll.

Wieder mehr Gastronomie im Ort

Innerorts hat das Konzept vor allem nicht mehr benötigte Hofgebäude ins Visier genommen. Hier will der Markt laut Konzept mithelfen, um mit einer Sanierung sowie einer neuen Verwendung für Gewerbetreibende neues Leben in die Ortsmitte zu bekommen. Dies gilt auch für die innerorts fast ausgestorbene Gastronomie, der man an einstigen sowie neuen Standorten gerne zu neuer Blüte verhelfen will.

„Auftrag für die nächsten Jahre“

Als „Auftrag für die nächsten Jahre“ bezeichnete Bürgermeister Jakob Hartl den Zwischenbericht, dessen Vorstellungen, Ideen und Wünsche den Markt künftig begleiten werden. Bewusst habe man die Grundlagen, die seitens des Marktrats fast immer einstimmig befürwortet wurden, zum jetzigen Zeitpunkt bereits vorgelegt, so Lenkungsausschuss-Leiter Klier – „um das ISEK vom Wahlkampf rauszuhalten“.  Martin Hellerbrand

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