VonElisa Buhrkeschließen
Am Montag und Dienstag kommt es in der Oberpfalz zu einer Nato-Großübung. Rund 6000 Soldaten reisen aus ganz Deutschland und Europa an. Deshalb ist mit Militär-Fahrzeugkolonnen zu rechnen.
Grafenwöhr/ Hohenfels - Ab dem heutigen Montag, 26. Februar, findet die Nato-Großübung „Allied Spirit 24“ in der Oberpfalz statt. Rund 6.000 Soldaten nehmen auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr (Kreis Neustadt an der Waldnaab) und Hohenfels (Kreis Neumarkt i.d.OPf) daran teil, berichtet BR24. Die Übung reihe sich in die insgesamt mehrmonatige Übungsserie Quadriga ein, einem Bestandteil des Nato-Großmanövers „Steadfast Defender 2024“. Ziel sei es, die Kooperation der einzelnen Nato-Partner zu stärken – deshalb seien Soldaten aus Deutschland, Italien, Kroatien, Litauen, Spanien und Ungarn angereist.
„Erhöhte Geräuschentwicklung“ möglich: Übungen in Grafenwöhr mit Kampfpanzern
Darüber hinaus geht es laut BR24 nicht nur darum, die Zusammenarbeit der Bündnispartner voranzutreiben, sondern auch die „starke globale Präsenz“ und den Zusammenhalt der Nato zu verdeutlichen. Dies sei nach Aussage des Befehlshabers des 7th Army Training Commands in Hohenfels, Steven Carpenter, aktuell wichtiger denn je. „Die Partnerschaft zwischen den USA und der Nato wurde in den letzten sieben Jahrzehnten geschmiedet und steht auf der Basis gemeinsamer Werte, Erfahrungen und Ideen“, so Carpenter gegenüber BR24.
Während der verstärkten militärischen Übungstätigkeit kann es rund um den Truppenübungsplatz Grafenwöhr zu „erhöhte[r] Geräuschentwicklung“ kommen, steht es auf der Website der 7th Army. So dürften auch großkalibrige Waffensysteme eingesetzt werden. Dies sei im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung des Bundesverteidigungsministeriums ermöglicht worden, die nicht nur für die derzeitige Nato-Großübung, sondern noch bis zum 31. März gelte. Im Februar würde vor allem mit Kampf- und Schützenpanzern geübt.
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Nato-Großübung in der Oberpfalz: Zahlreiche Militärkonvois erwartet
Nach Angaben von BR24 bittet das Landratsamt Amberg-Sulzbach alle Verkehrsteilnehmer rund um die Übungsgelände um erhöhte Vorsicht. Für die Nato-Übung reisen Einsatzkräfte aus ganz Deutschland an: Unter anderem aus dem Norden, aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und auch aus den Niederlanden.
Mehr als 1.000 Fahrzeuge würden in Kolonnen in die Oberpfalz fahren, weitere rund 400 Fahrzeuge würden mit Güterzügen hertransportiert. Die Großübung ende bereits am Dienstag, 27. Februar. Darüber hinaus seien aber im Rahmen weiterer Übungen insgesamt vier Wochen lang vermehrt Militärkonvois im Landkreis unterwegs.
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