VonLucas Sauter Orengoschließen
Viele Autofahrer mussten zuletzt im Herzen Münchens in die Tasche greifen. Schuld daran war wohl ein Technik-Fehler, der eine nicht ganz adäquate Route für richtig befand.
München - Die Zeiten, in denen Karten-Bände in jedem Handschuhfach eines Autos verstaut waren, dürften vorbei sein. Sicherlich gibt es einige Ausnahmen, der große Teil der Menschen dürfte jedoch wohl auf die digitale Navigation zugreifen, um im eigenen Auto ans Ziel zu kommen. Längst braucht es dazu auch kein separates Gerät mehr – das Smartphone dient als verlässlicher Partner im Cockpit. Doch auch die verlässlichste Technologie zeigt hin und wieder auf, dass sie nicht unfehlbar ist, wie ein Beispiel aus dem Herzen Münchens jetzt zeigt.
Google-Maps-Chaos in München: Massig Autofahrer werden durch Verbotszone geleitet
Am Viktualienmarkt entlang, von der Schrannenhalle bis zum Marienplatz, läuft eine verkehrsberuhigte Straße. Erlaubt sind nur: Busse, Taxen, Polizeiautos und Radler. Autos, Mopes und sogar E-Roller müssen der Straße fernbleiben. Wie die Bild berichtet, sind nun aber in den vergangenen Wochen auffallend viele KFZler durch die verkehrsberuhigte Straße gefahren. Allein in einer Juni-Woche knapp 350 Fahrer. Die Folge: Unzählige Knöllchen, die für den Einzelnen 50 Euro bedeuteten. Doch wie ist es möglich, dass sich so viele Fahrer in die „verbotene“ Straße verirren?
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Die Münchner Polizei erklärt gegenüber Bild den simplen Grund: Google Maps ist schuld. Die digitale Navigation habe die Fahrer fälschlicherweise durch den Viktualienmarkt navigiert. Hintergrund dürfte sein, dass das Kartennetz seine Daten aus Aktivitäten der Nutzer speist. Und hier würden eben viele Taxler und auch Radler unterwegs sein. Die Folge: Der Anbieter schlug eben diese Strecke für jedermann vor. Ein Fehler, den sowohl In-, als auch Ausländer sowie Städter und Menschen aus der Region bezahlen musste. Da dürften sich viele denken: Die alten Karten waren so schlecht nicht.
