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Die Stadt München wird sich nicht am Neubau einer FOS in Germering beteiligen. Damit steht das Projekt auf der Kippe.
Fürstenfeldbruck - Von den gescheiterten Gesprächen mit der Landeshauptstadt berichtete Landrat Karmasin am Donnerstagnachmittag im Kulturausschuss des Kreistags. Demnach sei München zwar bereit, dem Kreis ein Grundstück in der Nähe des S-Bahnhofs Harthaus zu verkaufen, mehr aber auch nicht. Karmasin: „Es ist ernüchternd.“
Dabei hatte man in Fürstenfeldbruck stark auf eine Münchner Beteiligung an den Baukosten gehofft. Schließlich ist zu erwarten, dass sehr viele Schüler aus München respektive München-Freiham die neue FOS, die freilich auch den aus allen Nähten platzenden Standort Bruck entlasten soll, besuchen würden. „Wir müssen neu überlegen, ob wir den Neubau jetzt noch schultern können“, sagte Karmasin. Die Stadt München habe in ihrer Argumentation auf die von ihr zu zahlenden Gastschulbeiträge verwiesen. Diese decken aber nicht die Neubaukosten ab.
Damit könnte der Antrag der SPD, die FOS II doch in Olching zu bauen, neue Bedeutung gewinnen. Unklar ist dabei aber, ob das Ministerium bereit wäre, die im Jahr 2017 gestartete (Interims-)FOS Germering nach Olching zu verlagern. Vorteil hier wäre: Die Amperstadt würde ein Grundstück zur Verfügung stellen. Karmasin bat um Zeit zum Nachdenken. Anders als die Landeshauptstadt hatten die Kreise Starnberg und München im Vorfeld Bereitschaft zur Kooperation gezeigt.
Insgesamt betreibt der Landkreis Fürstenfeldbruck 18 weiterführende Schulen. Die Berufsschule wird mit großem Finanzaufwand derzeit neu errichtet. (st)
Auch interessant: eine Debatte zum Thema aus dem Jahr 2016. So fiel die Entscheidung pro Germering.
