VonAndreas Steppanschließen
Bei der Gemeindeverwaltung Lenggries hat an diesem Montag die neue Ehrenamts-Koordinatorin für den Bereich Asyl ihren ersten Arbeitstag.
Lenggries – Unter mehreren Bewerbern habe man sich für die Lenggrieserin Uta Bretzger entschieden, erklärt Bürgermeister Werner Weindl auf Anfrage.
Bislang hatte diese Stelle Annette Ehrhart inne. Sie hat ihre Anstellung im Rathaus auf eigenen Wunsch zum Jahresende 2018 aufgegeben. „Aufgrund anderer Verpflichtungen konnte sie dieser Aufgabe nicht mehr hauptamtlich nachgehen“, erklärt dazu Weindl. Annette Ehrhart engagiere sich jedoch weiterhin ehrenamtlich im örtlichen Asyl-Helferkreis.
Dort hatte sich die studierte Politikwissenschaftlerin und Orientalistin (50) schon seit 2014 eingebracht. Seit dem 1. Januar 2016 widmete sie sich dann hauptberuflich der Koordination und Vernetzung der Ehrenamtlichen im Asylbereich. Die ersten zwei Jahre war sie dafür beim Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ angestellt, seit Januar 2018 offiziell bei der Gemeinde.
Laut Weindl leben derzeit etwa 100 Geflüchtete in den vom Landkreis betrieben Asyl-Unterkünften in Lenggries: einer Containeranlage sowie mehreren Einzelhäusern. Darüber hinaus hielten Annette Ehrhart und die Helfer laut Weindl auch Kontakt zu weiteren 40 anerkannten Geflüchteten, die in Lenggries mittlerweile anderweitige Wohnungen gefunden hätten.
Uta Bretzger (55), die ihrer neuen Tätigkeit zwölf Stunden pro Woche nachgehen wird, ist nach eigener Auskunft vor einem halben Jahr aus Heidenheim auf der Schwäbischen Alb nach Lenggries gezogen. Dort war sie bislang in der Altenpflege tätig. „Ich habe immer mit Menschen gearbeitet“, sagt sie. Aus diesem Grund sieht sie die Koordination der ehrenamtlichen Hilfe für Geflüchtete auch als „gutes spannendes Thema“ und freut sich auf die „interessante, vielfältige Aufgabe“, sagt sie.
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Personelle Veränderungen im Asylbereich stehen auch in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reichersbeuern-Greiling-Sachsenkam an. Die Asylunterkunft am Kranzer, die in der Verantwortung dieser drei Gemeinden steht, wird wie berichtet Mitte 2019 aufgelöst. Somit fällt auch die Tätigkeit der Verwaltungsangestellten Irmgard Markl weg, die am Kranzer seit Anfang 2016 als Schnittstelle zwischen VG, Landratsamt, Helfern und Bewohnern fungierte. „Frau Markl wird aber in der VG bleiben und dort andere Aufgaben übernehmen“, erklärt der Reichersbeurer Bürgermeister Ernst Dieckmann.
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Wegfallen werden dagegen zwei weitere Jobs am Kranzer: der eines gebürtigen Afghanen, der die Aufgaben eines „sozialen Kümmerers“ miterfüllte, so Dieckmann, und der eines geringfügig Beschäftigten, der in vielen praktischen Belangen mithalf. In beiden Fällen sei die Gemeinde bemüht, bei der Suche nach neuen Stellen zu helfen.
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