VonFelicitas Bognerschließen
Erstmalig wird eine Loipe auf dem Blomberg gespurt. Zwischen den Jahren soll die Langlauf-Strecke getestet werden. Ob sich das Projekt langfristig etabliert, ist noch nicht gewiss.
Wackersberg/Bad Tölz – Sie soll zu den höchsten Langlauf-Loipen in ganz Deutschland gehören. Auf knapp 1300 Höhenmetern sollen in Zukunft Einheimische wie Touristen die Möglichkeit zum Langlaufen im Tölzer Land haben.
„Oft ist weiter unten in unserer Region nur selten genug Schnee“, sagt Ingo Mehner, Vorsitzender des Skiclubs Bad Tölz (SC) beim Pressegespräch am Dienstag in der Tölzer Tourist-Info. „Viele Leute fahren weite Strecken, um Langlaufen zu können. Eine hoch gelegene Loipe wäre neben vielen anderen Faktoren auch ein umweltschützender Aspekt“, findet Mehner. So würden die Menschen aus dem Landkreis weniger Fahrkilometer benötigen, um dem Trendsport nachgehen zu können.
„Weiter unten nur selten genug Schnee“
Die Tölzer Kur- und Tourismusdirektorin Brita Hohenreiter nennt weitere Beweggründe für den anstehenden Test auf dem Blomberg: „Zum einen bieten wir den Einheimischen eine weitere Freizeitmöglichkeit, zum anderen ist die Loipe auch ein Attraktivitätspunkt bezogen auf den Tourismus in Bad Tölz.“
Am 27. Dezember soll die Loipe gespurt werden. Anschließend veranstaltet der SC einen „Club-Lauf“. Hier testen die Profis die etwa zwei Kilometer lange, sportlich anspruchsvolle Langlaufstrecke rund um die Sauersberger Alm. Vom 28. Dezember bis einschließlich 30. Dezember findet dann die Tölzer Ferienattraktion „zwischen den Jahren“ statt. Hier können Interessenten auf dem Blomberg dann selber in die Spur gehen. Der Einstieg ist schräg gegenüber der Bergwachthütte.
Für den Testlauf hat laut Hohenreiter auch die Naturschutzbehörde bereits grünes Licht gegeben.
Grünes Licht von der Naturschutzbehörde
Sollte das Pilot-Projekt gut angenommen werden, fokussieren Mehner, Hohenreiter und Bahnbetreiber Hannes Zintel die alpine Langlaufstrecke dauerhaft als Freizeitmöglichkeit anzubieten.
„Dazu bedarf es freilich noch zahlreicher Überlegungen und Prüfungen. Wir wollen jetzt erst testen, ob das Angebot ankommt“, erklärt Hohenreiter. Wie dies dann genau aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch mit vielen Fragezeichen versehen.
Doch bevor es so weit ist, hoffen nun alle auf genügend Schnee bis zum 27. Dezember. „Es müssten mindestens 50 Zentimer liegen, damit wir die Loipe spuren lassen können“, sagt Mehner.
Sollte es bis Ende nächster Woche keine ausreichende Schneelage geben, muss das Angebot verschoben werden. „Wir werden es dann ganz sicher im Januar oder Februar nachholen“, stellt der Skiclub-Vorsitzende fest.
