Start ist am heutigen Donnerstag in der BR-Mediathek

Neue Rolle als charmantes Ekel: Stefan Murr spielt in „Dahoam is Dahoam“-Satire mit

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Als kleinkarierter Sonderermittler Dr. Dr. Georg Spiess muss Schauspieler Stefan Murr in der neuen Satire-Serie „Akte Lansing“ zweifelhafte Vorgänge bei der Serie „Dahoam is dahoam“ aufdecken. Start ist am 7. März.
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Als spießiger Sonderermittler Dr. Dr. Georg Spiess soll der Tölzer Schauspieler Stefan Murr seltsame Vorgänge rund um die BR-Erfolgsserie „Dahoam is Dahoam“ aufklären. Die Satire mit dem Titel „Akte Lansing“ ist ab Donnerstag in der BR-Mediathek zu sehen.

Bad Tölz – Der Tölzer Schauspieler Stefan Murr ist in den kommenden Tagen gleich in zwei neuen Rollen zu sehen: Zum einen verkörpert er auf dem Nockherberg Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Zum anderen mimt er in einer Satire auf die Fernsehserie „Dahoam is dahoam“ des Bayerischen Rundfunks (BR) einen spießigen Sonderermittler.

Für das Singspiel auf dem Nockherberg läuft derzeit die heiße Probenphase. Murr ist seit elf Jahren dabei, spielt seine sechste neue Rolle. In den Jahren zuvor doubelte der Tölzer Karl-Theodor zu Guttenberg, Hubert Aiwanger, Alexander Dobrindt und Florian Pronold. 2018 hatte Murr eine kleine Rolle als Indianer. Heuer werde es wieder ein „größerer Auftritt“, verrät Murr im Gespräch mit dem Tölzer Kurier – weitere Details sind geheim.

In den vergangenen Monaten hat Murr Andreas Scheuer aufmerksam studiert. Der Verkehrsminister sei ein stolzer und selbstbewusster Niederbayer, urteilt der 42-Jährige, und meint das nicht ausschließlich positiv. „Er lehnt sich schnell mal forsch aus dem Fenster.“ Im Gegensatz zu Karl-Theodor zu Guttenberg müsse er sich diesmal jedoch nicht auf eine gewählte Ausdrucksweise („ein gerüttelt Maß“) konzentrieren.

Das Singspiel wird auch heuer wieder an ein Theaterstück angelehnt. „Das Team versteht sich blendend“, sagt Murr. Die Ausstrahlung läuft am Dienstag, 12. März, ab 19 Uhr live im Bayerischen Fernsehen.

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Fertig ist dagegen schon ein anderes Projekt, nämlich eine sechsteilige Satire über „Dahoam is dahoam“. In der Serie mit dem Titel „Akte Lansing“ wird die beliebte Reihe mit einem angeblichen Blick hinter die Kulissen aufs Korn genommen. Stefan Murr spielt darin die Hauptrolle, nämlich den spießerhaften und kleinkarierten Sonderermittler Dr. Dr. Georg Spiess. Er wird vom Fernsehchef (gespielt von Christoph Süß) eingesetzt, um im Kulissendorf Lansing einige Vorgänge genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das Bayerische Fernsehen nimmt sich und die bekannte Serie damit also selbst aufs Korn. „Vorbild sind erfolgreiche Serien nach ähnlichem Modell in England und Amerika“, sagt Murr. Ein „totales Ekel“ zu spielen, habe ihm „sehr großen Spaß“ gemacht. Wobei – so ein Ekel sei Dr. Dr. Spiess eigentlich gar nicht. „Er ist ein Mensch, der geliebt werden will. Schaut man genauer hin, entdeckt man ein großes Herz.“

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Alle Folgen von „Akte Lansing“ werden ab dem morgigen Donnerstag, 7. März, in der BR-Mediathek, also im Internet, zu sehen sein. „Statt auf vorgegebene TV-Termine zu warten, möchten viele Zuschauer heutzutage gerne selbst entscheiden, wann sie ihre Lieblingsserie ansehen, und wie viele Folgen auf einmal“, erklärt ein Pressesprecher des BR. Gerade unter jüngeren Zuschauern sei es sehr beliebt, mehrere oder auch alle Episoden am Stück zu schauen. Für den BR spiele die Mediathek deshalb eine immer größere Rolle.

Die Fernseh-Ausstrahlung erfolgt erst einen Monat später, nämlich in zwei Paketen à drei Folgen am 4. und 11. April. 

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