Umfeld sieht noch etwas kahl aus

Neue Staudenmischung für die Buchendorfer Maria

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Umgeben von Edelsplitt: Die Mariensäule in Buchendorf wird demnächst wieder mit einer neuen Staude versehen. Beim jetzigen Zustand wird es nicht bleiben.
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Manche fürchteten schon das Schlimmste, doch: Das Beet um die Buchendorfer Mariensäule bleibt nicht kahl, vielmehr wächst dort bald Nahrung für Insekten.

Buchendorf – Die Buchendorfer lieben ihre Mariensäule direkt an der Kirche St. Michael. Ebenso lieben sie das Blumenbeet, das jahrzehntelang in zum Kirchenkalender passenden Farben blühte, violett in der Fastenzeit, rosa zu Ostern, rot an Pfingsten. Umso größer war das Erstaunen, ja die Bestürzung, als die dreieckige Fläche kürzlich plötzlich kahl gewesen ist. Eine Mariensäule ohne Beet? Wird das so bleiben?

Nein, wird es nicht. Diana Dickmann, Pressesprecherin der Gemeinde, beschwichtigt. „Der Zustand ist nicht final, es kommt etwas Neues hin.“ Das alte Beet musste erneuert werden, weil ihm die zunehmende Trockenheit zugesetzt hat. „Künftig wird eine trockenheitsverträgliche, mehrjährige Staudenmischung den Sockel der Mariensäule zieren.“ Ziel der Neubepflanzung ist die Anpassung an die klimatische Entwicklung, mehr Biodiversität und das Einsparen von Wasser. Auch das Unkraut wird minimiert.

„Farbenspiel Veitshöchheim“ soll bald blühen

Die Wahl fiel auf die Staudenmischpflanzung „Farbenspiel Veitshöchheim“. Sie wird innerhalb der nächsten Monate blühen, Insekten werden hier reichlich Nahrung finden. Im Herbst werden dann noch Zwiebelpflanzen gesteckt, die im nächsten Frühjahr aufblühen werden. Vor kurzem ist eine mineralische Mulschicht ausgebracht worden, die zwar im Moment etwas kahl anzuschauen ist, aber die Grundlage für die anstehende Pflanzung bildet. Es ist alles eine Frage der Zeit: „Eine mit der Bepflanzung beauftragte Gartenbaufirma wird gemeinsam mit dem Bauhof noch weitere Arbeiten vornehmen und die Pflanzen setzen“, so Dickemann. Allerdings könne sich der Abschluss der Neugestaltung wegen der Osterferien ein wenig verzögern.

Die Buchendorfer Mariensäule wurde 1893 als Dank dafür errichtet, dass die umliegenden Fichtenwälder vom Nonnenraupenfraß weitgehend verschont wurden. So erzählt es die in den Stein gehauene Inschrift. Renoviert wurde die Säule 1949 aus Dankbarkeit für den Schutz im Zweiten Weltkrieg und als Bitte um die baldige Rückkehr der vermissten Soldaten.

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