Loisachtal bekommt neue Streetworkerin

Frischer Wind in der Jugendarbeit

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Die neue Streetworkerin Luise Klingebiel (li.) und Jugendexpertin Tini Schwarm
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Neue Streetworkerin im Loisachtal: Luise Klingebiel tritt die Nachfolge von Tini Schwarm an und stellt sich bei Jugendlichen, Schulen und Bürgermeistern vor.

Benediktbeuern – Der Name Klingebiel ist vielen Loisachtalern geläufig – doch mit dem Benediktbeurer Diakon Hubertus Klingebiel ist Luise Klingebiel weder verwandt noch verschwägert. Die Namensgleichheit ist Zufall. „Aber ich wurde tatsächlich schon drauf angesprochen“, sagt die junge Frau lächelnd.

Luise Klingebiel wuchs im Heilbad Heiligenstadt in Nord-Thüringen auf und lebt seit 2016 in Benediktbeuern. Dort studiert sie an der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) im siebten Semester Soziale Arbeit mit der erlebnispädagogischen Zusatzausbildung.

„Ich fühle mich sehr wohl hier und möchte gerne bleiben“, sagt die 24-Jährige, die im kommenden Jahr ihre Bachelor-Arbeit schreiben will. Bis vor Kurzem arbeitete sie im Aktionszentrum des Klosters als Bildungsreferentin und leitete unter anderem Orientierungstage. „Die Spiritualität von Don Bosco habe ich in meiner Heimat kennengelernt, denn bei uns gibt es die Villa Lampe“, berichtet Klingebiel. Dass sie nun die Mobile Jugendarbeit („Streetwork“) von Tini Schwarm übernehmen kann, freut Klingebiel sehr. Derzeit findet die Übergabe statt, und auch in den kommenden Wochen wird Klingebiel von Schwarm noch begleitet und unterstützt. Die 24-Jährige übernimmt fürs Erste die Streetwork-Stelle mit 13 Stunden pro Woche und wird im Laufe der ersten Monate des Jahres 2020 dann auch die 6,5-Stunden-Stelle im Don-Bosco-Club in Benediktbeuern übernehmen.

„Sehr bereichernd mit Jugendlichen zu arbeiten.“ 

Als Streetworkerin wird Klingebiel zwischen Schlehdorf und Bad Heilbrunn im Einsatz sein. Sie ist bei den Jugendtreffs vor Ort, Ansprechpartnerin für die jungen Menschen und zugleich Bindeglied zu Gemeinden und anderen Einrichtungen. „Mir macht es sehr viel Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten. Das empfinde ich als sehr bereichernd“, sagt die 24-Jährige, die sich auch in der Hochschule engagiert und durch diese Arbeit den Kontakt zum Gemeindeleben in Benediktbeuern verbessern möchte.

Während Klingebiel von der Hochschule kommt, geht Tini Schwarm an die KSH: Die 50-Jährige hat dort nun das Studium der Sozialen Arbeit begonnen. „Ich will nicht als Streetwork-Oma durchs Loisachtal fahren“, sagt sie schmunzelnd. Vier Jahre lang hatte Schwarm diese Stelle hin, zudem war sie in anderen Bereichen in der Kinder- und Jugendarbeit zu finden. Jetzt möchte sie sich neu orientieren, um später in der Beratungsarbeit oder Erwachsenenbildung sein zu können.

Tini Schwarm fängt mit 50 Jahren ein Studium an 

Schwarm war in den vergangenen Jahren engagiert unterwegs und hat die Streetwork-Arbeit bekannt und wertvoll gemacht. „Ich war hier schon gut integriert, das hat mir bei der Arbeit geholfen“, sagt Schwarm. An ihrer Arbeit gefiel ihr, „dass Jugendliche die Welt mit anderen Augen sehen. Sie haben so viel Energie und Entwicklungspotenzial“, sagt Schwarm. Auf ihre Vermittlung hin wurde zum Beispiel für die „Hartplatz-Jugendlichen“ in Bad Heilbrunn ein Jugendraum gefunden. „Da läuft’s jetzt gut“, sagt Schwarm. Zudem machte sie Projekte an den Schulen in Benediktbeuern und Schlehdorf. Auch Klingebiel wird jetzt dort präsent sein. Aktuell sind die Streetworker Ansprechpartner für die Jugendlichen in Bichl, die sich in Bauwagen treffen. In Benediktbeuern ging’s gelegentlich an den Biotopen und unter den Kloster-Arkaden „hoch her“, berichtet Schwarm. „Aber auch hier wurde eine Lösung gefunden. Das Kloster ist da immer sehr kulant.“

Klingebiel hofft, rasch Vertrauen aufbauen zu können. Helfen werden der 24-Jährigen dabei sicher ihre Hobbys: Sie geht gern bouldern, mag Ballsport aller Art und hat ein Faible fürs Jonglieren und kleine Zirkus-Kunststücke: „Ich denke, das sind kleine Skills, die ich gut für die neue Arbeit einbringen kann.“

Kontakt aufnehmen

Luise Klingebiel ist unter Telefon 0174/9 75 26 78, per E-Mail an mja@don-bosco.club oder über Instagram erreichbar (mjaloisachtal).

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