VonChristina Jachert-Maierschließen
Waakirchen kann sich über viel Nachwuchs freuen. Aber: Der Kindergarten ist proppenvoll. Darum will die Gemeinde jetzt in Schaftlach einen neuen bauen.
Waakirchen – Der Schaftlacher Erika-Sixt-Kindergarten ist proppenvoll. Die Räume, sagt Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl, seien „ausgereizt bis zum Letzten“. Für ihn ist klar: Die Gemeinde muss einen neuen Kindergarten bauen. Die Pläne liegen schon vor. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 13. Juni, wird Architekt Michael Mair den Entwurf das erste Mal öffentlich vorstellen.
Realisiert werden soll der Bau so schnell wie möglich. „Wir haben keinen Kindergartenplatz mehr zu bieten“, erklärt Hartl. Gerade noch könne die Gemeinde die fürs neue Kindergartenjahr angemeldeten Mädchen und Buben unterbringen. Für die Krippe gebe es bereits eine Warteliste. „Wir müssen jetzt handeln“, sagt Hartl. Geht alles nach Plan, beginnt der Bau im Frühjahr 2018. Im September 2018 soll die Eröffnung sein.
Der Bedarf dürfte nicht kleiner werden. Im Gegenteil: Die Geburtenzahlen legen zu. 2016 kamen 62 kleine Waakirchner zur Welt. 2015 waten es noch 52 gewesen, 2014 42. „Es freut uns, dass wir so viele Kinder haben“, meint Hartl. Aber die Gemeinde sei auch gefordert, das Kita-Angebot schnell auszubauen.
Eigentlich wollte die Gemeinde den Engpass mit einem Anbau an den bestehenden Kindergarten beseitigen. „Aber das geht nicht“, meint Hartl. Um alle Vorgaben umzusetzen, brauche es ein neues Gebäude. Ein Standort ist gefunden: Der Neubau soll zwischen der ehemaligen Schaftlacher Schule und dem jetzigen Kindergarten entstehen. Vorgesehen ist ein Haus mit Platz für insgesamt vier Gruppen, ein zusätzlicher Raum entsteht als Reserve. Der Altbau, der derzeit als Kindergarten und Kinderkrippe dient, soll künftig ausschließlich den Jüngsten gehören. Mit der räumlichen Trennung von Krippe und Kindergarten, so Hartl, ließen sich die Vorgaben einfacher erfüllen. Aktuell werden in dem Altbau 75 Kindergartenkinder in drei Gruppen und 24 Krippenkinder betreut.
Der Gemeinderat hat nun erst die Grundsatzentscheidung zu treffen. Wie teuer das Projekt kommt, ist laut Hartl noch offen: „Wir haben noch keine Kostenkalkulation.“
Gebaut wird im Bereich zwischen der ehemaligen Schule – hier sind Mittagsbetreuung und Küche untergebracht – und dem Kindergarten übrigens jetzt schon. Es entstehen öffentliche Toiletten und ein Lagerraum. Die Anlage wurde vor allem für die Besucher des nahen Friedhofs geplant.
Bei der Sitzung wird es unter anderem auch um die Pläne von Markus Hoppe zum Bau einer Brauerei gehen. Wie berichtet, will der junge Unternehmer eine Braustätte mit schmuckem Gasthof und Biergarten realisieren. Die Pläne hat der Gemeinderat bereits befürwortet. Im Rahmen des Verfahrens befasst sich der Gemeinderat nun mit den Stellungnahmen von Behörden und Nachbarn. Danach ist der Auslegungsbeschluss zu fassen.
Zur Abstimmung steht zudem ein Antrag von Petra Emmerer aus Hauserdörfl, am Moosrainer Weg in Hauserdörfl ein Parkverbot zu erlassen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde.
