VonMagnus Reitingerschließen
Die Bauarbeiten dafür sind in den letzten Tagen vielen Spaziergängern und Radfahrern aufgefallen: Rund 100 Meter nördlich von Gut Dietlhofen, direkt an dessen Zufahrtsstraße von der B 2, entstand ein neuer Parkplatz mit rund 40 Autostellplätzen.
Weilheim - Der sei schon im vor einigen Jahren genehmigten Bebauungsplan vorgesehen, erklärt Albert Luppart, Geschäftsführer der „Peter Maffay Stiftung“, auf Anfrage. Die Stiftung ist Eigentümer des Guts, sie betreibt dort seit 2018 ein „Tabalugahaus“, in dem vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche, oft mit Traumatisierungen oder Fluchterfahrungen, „unbeschwerte Aktivaufenthalte“ erleben können. Aber auch eine Landwirtschaft gehört nach wie vor zum Gut Dietlhofen – mit Hofladen und „Gutscafé“.
Der neue Parkplatz, der auf einem Teil der Bison-Wiese liegt, sei bewusst außerhalb des Gebäude-Ensembles angelegt worden, so Luppart: „Es ist uns wichtig und auch Herrn Maffay ein Anliegen, dass Gäste außerhalb parken und das Gut selber weitestgehend autofrei bleibt.“ Die rund 40 Stellplätze seien für Gäste des Guts und insbesondere für Veranstaltungen nötig. Dabei habe man den Parkplatz kleiner konzipiert, als es vom Bebauungsplan möglich gewesen wäre, unterstreicht der Geschäftsführer. Dafür hatte es bei einer Bebauungsplan-Änderung vor zweieinhalb Jahren auch viel Lob im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates gegeben. Die Parkplatzplanung war damals von etwa 800 auf maximal 630 Quadratmeter Fläche reduziert worden.
Luppart betont, dass der Parkplatz „naturnah“ gestaltet werde: Man asphaltiere nichts, bildete nur eine Kiesschicht, die Fahrrinne ist mit Rasensteinen ausgestaltet. Im Herbst werde auch noch eine Hecke gepflanzt. Laut Bebauungsplan dürfe die Stiftung „viel mehr versiegeln und bauen“, so Luppart, „aber das wollen wir nicht“. Zwar würde sich „ein zweites Kinderhaus auf jeden Fall rentieren, die Nachfrage ist da“. Doch aktuell gebe es keine Pläne für Erweiterungen.
