VonMelina Staarschließen
In der Gruppe ein Rätsel lösen, Hinweise kombinieren: Das kann man demnächst im neuen „Escape Room“, der in Lenggries eröffnet wird.
Lenggries – Es ist das Jahr 1866. Pongratz Schusterhuber wird vermisst. Zuletzt wurde er in der Dorfwirtschaft gesehen, als er noch von großen Plänen berichtete. Jetzt ist er spurlos verschwunden. Taucht er wieder auf? Bleibt er verschollen? Ab 16. November können alle Rätsel-Begeisterten dabei helfen, das Geheimnis zu lösen. Dann eröffnet der „Escape Room“ in Lenggries.
„Wir wollten ein Rätsel, das zum Dorf passt“, sagt Saskia Seestaller. Sie ist die Geschäftsführerin von „Outdoor Dahoam“, unter dessen Regie der „Escape Room“ läuft. Die Geschichte rund um den Raum wurde gemeinsam mit der Stuttgarter Firma „Paperdice Solutions“ entwickelt.
Zwei bis sieben Personen können sich gemeinsam der Aufgabe stellen. Eine Einführung erhalten sie vom „Wachtmeister“, der sie um Hilfe bittet. Er befindet sich nicht mit im Raum, beobachtet das Geschehen aber von außen und gibt auch Tipps. Ist das Rätsel nach 60 Minuten nicht geknackt, wird es aufgelöst. „Aber wir haben natürlich schon die Möglichkeit, hier flexibel zu sein, wenn etwa ein Team ganz nah dran an der Lösung ist“, sagt Seestaller.
Geplant ist, dass die Ermittlungen per Video festgehalten werden. So kann das Rätsel-Team hinterher seine Lösungsschritte betrachten.
Offen ist der „Escape Room“ etwa für Firmenausflüge oder andere Gruppen. „Schwierig wird es leider bei Rollstuhlfahrern, weil wir hier räumliche Probleme haben“, sagt Seestaller. „Wir sind platztechnisch etwas eingeschränkt.“ Kinder sind ebenfalls gerne gesehen, sofern Erwachsene dabei sind, die einen Blick auf sie haben.
„Escape Room“ in Lenggries: Auf liebevolle Details geachtet
Seestaller und ihr Team haben liebevoll auf Details geachtet, es gibt echt Antiquitäten in dem Raum. Ein Schreiner gestaltete das Zimmer „auf alt“, wie sie sagt.
Derzeit gibt es einige Testdurchläufe, es gibt bis zur Eröffnung noch einiges zu tun. „Wir haben sehr viel selber gemacht, aber für uns ist das auch ein neues Metier“, so Saskia Seestaller. Mit Spannung sieht sie dem Premieren-Termin entgegen.
Die ersten Anfragen sind bereits eingegangen, einige Termine vor allem am Eröffnungs-Nachmittag sind belegt. „Wir haben natürlich schon im Freundes- und Bekanntenkreis einiges an Werbung gemacht“, sagt Seestaller. Die Neugierde ist da, schließlich gibt es so einen „Escape Room“ in der Region bislang nur in Rosenheim oder Schongau.
Je nachdem wie gut er in Lenggries angenommen wird, kann sich Seestaller auch eine Fortsetzung der Geschichte um Pongratz Schusterhuber vorstellen – wenn er denn im ersten Teil wieder gefunden werden sollte.
Weitere Informationen
escape-room-lenggries.de
