Gemeinderat

Neues Rathaus in Reichersbeuern kostet 200.000 Euro mehr

+
In den bisherigen Räumen der Raiffeisenbank im „Altwirt“ will Bürgermeister Ernst Dieckmann künftig mit seiner Rathaus-Verwaltung residieren.

In der jüngsten Sitzung bekamen die Gemeinderäte Zahlen zum Umbau der Raiffeisenbank in Reichersbeuern zum neuen Rathaus vorgelegt. Das Ergebnis: Es wird teurer.

Reichersbeuern Der Umbau des bisherigen Bankgebäudes in das neue Reichersbeurer Rathaus wird teurer als erwartet. Wenn die Gemeinde im November in das neue Rathaus umzieht, wird sie das rund 550.000 Euro gekostet haben. Das sind etwa 200.000 Euro mehr als zunächst gedacht.

Bei der vor zwei Jahren erstellten Ursprungsplanung war man von 324.400 Euro ausgegangen. In dieser Summe waren die Umbaumaßnahmen in Ober- und Untergeschoss und die Drehung der Treppe enthalten. Zwischenzeitlich hat man sich entschieden, die im Obergeschoss befindliche Wohnung ins künftige Rathaus zu integrieren, wodurch auf statische Risiken und den Umbau der Treppe verzichtet werden konnte, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Gemeinde Reichersbeuern muss eine halbe Million Euro stemmen

Um das Rathaus barrierefrei erreichen zu können, wird der geplante Lift bis auf die Parkplatzebene geführt. Nach einer Begehung des Gebäudes mit dem Bauausschuss und den Planern im März dieses Jahres habe man beschlossen, neben dem vorhandenen Mobiliar, der Ausstattung des Sitzungssaals und Sonderanfertigungen für den Bürgerservice und im Bürgermeisterbüro sowie vielen anderen kleineren Dingen auch die Böden im Gebäude zu erneuern und eine Werksplanung zu erstellen.

Lesen Sie auch: Weichen für den Bau des Mobilfunkmastens auf dem Kirchberg sind gestellt

Diese liegt nun mit einem geschätzten Kostenvolumen von rund 550.000 Euro vor. Auch wenn die Verwaltungsgemeinschaft mit rund 50.000 Euro einen Beitrag zu den Kosten leistet, bleibt unterm Strich eine halbe Million Euro, die die Gemeinde selbst stemmen muss.

Kostensteigerung beim Rathaus Reichersbeuern - aber „Planung passt“

In der Diskussion wies der Zweite Bürgermeister Andreas Melf auf die Unwägbarkeiten hin, die die Drehung der Treppe nach sich gezogen hätte. Der Gemeinderat sei bereits bei der ersten Planung auf die Kostenbremse gestiegen. Es sei jedoch in einem Bestandsgebäude immer schwierig, eine genaue Kostenschätzung zu erstellen. Durch die später beschlossene Einbeziehung der Wohnung und die Einsicht, später notwendige Renovierungs- und Ergänzungsmaßnahmen zu vermeiden, seien Maßnahmen einbezogen worden, die den Umbau verteuert haben. „Wir haben nichts verschleudert und sind auf einem guten Weg. Die Planung passt.“

Lesen Sie auch: Nach Großbrand in Reichersbeuern wurde Verdächtiger festgenommen

Karl Joachim gab ihm recht. Schließlich repräsentiere das Rathaus die gesamte Gemeinde. „Wir müssen rathauswürdig bauen“, forderte er und brachte damit die Meinung des Gemeinderatsgremiums auf dem Punkt, das die Kostenentwicklung einstimmig absegnete. Wie schon berichtet sollen die Umbaumaßnahmen im Juli beginnen. Im November soll dann der Umzug ins neue Rathaus stattfinden.  

ps

Kommentare