Frühling macht lange Pause

Wintereinbruch in Bayern: Kälteschock mit Neuschnee-Prognose ab Mittwoch

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Ab Dienstag steht ein rasanter Wetterwechsel in Bayern bevor. Die Schneefallgrenze fällt bereits in der Nacht deutlich. Am Wochenende wird es noch kälter.

Update, Montag, 15. April: Neben der Schnee-Ankündigung für den Freistaat kommt es am Montagabend in ganz Bayern zu Sturmböen und schweren Sturmböen. Eine entsprechende Warnung wurde vom DWD herausgegeben – teils handelt es sich dabei sogar um eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe.

Update, Montag, 15. April: Inzwischen werden die Prognosen für die kommenden drei Tage deutlich konkreter. Demnach sinkt die Schneefallgrenze bereits in der Nacht auf Dienstag deutlich. An den Alpen sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht auf Dienstag auf 800 bis 1000 Meter. In Nordbayern kann es bis auf 600 Höhenmeter schneien. Dabei kühlt es auf sieben bis ein Grad ab. In den Folgenächten wird es immer kälter und schneit weiter.

Die Schneefallgrenze verharrt zwischen 600 und 800 Metern. Über 800 könnten die Temperaturen am Wochenende gar unter dem Gefrierpunkt bleiben. Dazu kommt weiter reichlich Niederschlag in Form von Neuschnee. So könnten sowohl im Bayernwald als auch im Allgäu, im Raum Garmisch-Partenkirchen und im Oberland bis Sonntag mehrere Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.

Die aktuelle Temperatur- und Schneetabelle für Oberstdorf zeigt die Schneemengen ab Dienstagnacht und dann bis in die neue Woche hinein. Ein rotes Balkenstück entspricht einem Zentimeter.

Ursprünglicher Artikel vom Samstag, 13. April: München – Kaum zu glauben bei diesem regelrechten Sommer-Wochenende, aber bald kehrt der Schnee zurück nach Bayern. Dabei gehen die Temperaturen am Samstag und am Sonntag in Richtung Hochsommer. In Regensburg knackt der Sonntag die 27-Grad-Marke. Im Umland von München prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) 26 Grad am Sonntag. Am Samstag sind die Temperaturen ähnlich sommerlich.

Schnee auf Bayerns Straßen? Ab Mittwoch kann das sehr gut sein. Links oben die Temperatur-Prognose für Mittenwald, weiter unten im Text nochmal größer abgebildet.

Hochsommer-Wochenende mit 27 Grad und deutlicher UV-Warnung

Ein Traum. Kann ewig so weitergehen, oder? Verantwortlich für das Sommerwochenende ist das Hoch Peter, das noch bis Sonntagabend breit über den Freistaat liegt. In Verbindung mit einer für diese Jahreszeit viel zu dünnen Ozonschicht sorgt das allerdings auch für eine hohe UV-Belastung. Der DWD warnt deshalb deutlich vor zu langen Aufenthalten im Freien:

„Die Ozonschicht ist für die Jahreszeit zu dünn. Dadurch erreicht die UV-Strahlung während des Tages ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind erforderlich. Mittags sollten Sie den Schatten suchen. In der Sonne werden Hemd, Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung empfohlen.“

Wetter aktuell: Hitze und UV-Warnung für Bayern.

Wetterwechsel zum Wochenstart: Montag bereits durchwachsen, Dienstag schon richtig kalt

Doch schon ab Montag ist die Strahlung immerhin kein Problem mehr. Die Temperatur fällt rasant ab und erreicht in Bayern nur noch Spitzenwerte von 16 Grad in Nürnberg, 18 Grad in Regensburg und München. Das ganze bei reichlich Regen und Wind. Am Dienstag liegen die Höchstwerte noch bei 11 Grad in Nürnberg, 12 Grad in Regensburg und 10 Grad in München.

Hagel, Hitze und Blutregen: Wetterphänomene in Bayern – 25 spektakuläre Bilder

Hitzewelle, Kinder laufen durch die Wasserfontänen des Stachusbrunnens, Karlsplatz, München, August 2024 Deutschland, Mü
Bei der Hitze muss man sich den Regen herdenken: Deshalb springen viele Kinder in den Stachus-Brunnen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Touristen und Münchner sitzen am Fischbrunnen, Wassertropfen blitzen im Sonnenlicht, Marienplatz, München, 12. August 20
Den Anfang macht die Hitze: Hier knallt die Sonne auf den Marienplatz. Münchner und Touristen genießen die Wärme am Fischbrunnen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Saharastaub in München: Hier sind Rathaus und Marienplatz in rotes Licht getaucht
Es war ein spektakuläres Wetterphänomen: Südwestwinde haben vergangenes Jahr Saharastaub nach Nieder- und Oberbayern getragen – und das Rathaus in ein unwirkliches orange-rotes Licht getaucht. Danach kam der „Blutregen“: Der Namen kommt von der rötlichen Farbe des Sandes, der durch den Niederschlag zu Boden geschwemmt wird. © IMAGO/Offenberg
Saharastaub auf der Autoscheibe, Blick auf die Münchner Frauenkirche, München, 17. März 2022 Deutschland, München, 17.03
Vom Himmel legte sich der Saharastaub auf alles nieder. Durch eine dreckige Scheibe kann man die Münchner Frauenkirche gerade noch so erkennen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch.
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch. © IMAGO / Alexander Rochau
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu.
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu. Im Sommer kommt es zu Gewittern, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinander treffen. © IMAGO / MiS
Sturmwolken über Frieding in Bayern
Hier braut sich ein Sturm über Frieding in Bayern zusammen. Sturm entstehen durch Temperaturunterschiede: Die leichtere warme Luft schiebt sich dabei über die schwerere kalte Luft. © IMAGO / blickwinkel
Foehnsturm ueber den Nordalpen, im Vordergund der Chiemsee mit glatter Wasseroberflaeche
Ein Föhnsturm über dem Chiemsee. Am häufigsten kommt der Föhn im Frühjahr und Herbst vor. © IMAGO / blickwinkel
Die Ortschaft Wertach im Oberallgäu in Nebelschwaden
Herbstzeit ist Nebelzeit. Das Wetterphänomen entsteht, wenn der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. So wie hier in der Ortschaft Wertach im Oberallgäu. © IMAGO / imagebroker
Die Türme der Stadt Straubing (Niederbayern) im Morgennebel The towers of the town of Straubing (Lower Bavaria) in the m
Wenig sieht mystischer aus als Türme, die aus dem Nebel ragen. Durch das warme Morgenlicht sieht die Stadt Straubing in Niederbayern immerhin nicht gruselig aus. © IMAGO/imagebroker
Kühe liegen an einer trockenen Wasserstelle auf einer dürren Weide
Dürreperioden und extreme Hitzewellen werden immer häufiger. Auch für Tiere eine Herausforderung - wie für diese Kühe, die an einer trockenen Wasserstelle auf einer Weide liegen. © IMAGO/A. Hartl
Kammlach, Bavaria, Germany - June 16, 2024: A dry corn field with young corn plants growing out of cracked, dry soil. Sy
Fruchtbare Erde sieht anders aus: Auf einem Maisfeld in der Gemeinde Kammlach im Unterallgäu ziehen sich tiefe Risse durch den dürren Boden. © IMAGO/Bihlmayerfotografie
Wolkenformation mit vollständigem Regenbogen über Augsburg nach einem Regenschauer
Ein perfekter Regenbogen über Augsburg: Das farbenrohe Wetterphänomen entsteht, wenn die Regentropfen auf Sonnenlicht treffen. ©  IMAGO / Alexander Rochau
Winterregenbogen mit tiefem Neuschnee bei Sonnenaufgang Winter rainbow with deep fresh snow at sunrise Copyright: imageB
Deutlich seltener sieht man Regenbogen in Verbindung mit Schnee, das macht es um so besonderer – wie hier bei Balderschwang. © IMAGO/imagebroker
Abendroter Himmel bei Tabertshausen in bayern
Ein gern gesehenes Wetterphänomen: Das Abendrot. Denn: „Abendrot: Schön-Wetterbot“!  © IMAGO/MARTIN ERDNISS
Kaiserburg Nürnberg im Sonnenuntergang, 11.10.2024 Die Kaiserburg in Nürnberg erstrahlt im intensiven Licht eines herbst
Vor diesem Wetterphänomen muss man sich keinesfalls im Haus verstecken, im Sommer sollte man sich eher raussetzen, um es zu beobachten. In Nürnberg sieht das Abendrot über der Kaiserburg geradezu märchenhaft aus. © IMAGO/Ardan Fuessmann
Einsatzkräfte versuchen, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen
Hochwasser und Überschwemmungen sind Auswirkungen von heftigem Starkregen infolge immer extremerer Wetterlagen. Hier versuchen Einsatzkräfte, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen.  © IMAGO / Bernd März
Hochwasser in Passau am 05.06.2024. Ueberflutete Uferpromenade in der Altstadt, Ein umgestuerzets Fahrrad liegt im Wasse
Die Hochwasserkatastrophe im Frühsommer 2024 hinterließ starke Schäden in weiten Teilen Bayerns. Als Stadt, in der drei Flüsse zusammenfließen, war Passau besonders betroffen. © IMAGO/Sven Simon
Ein heftiger Hagelschauer ging im Juni bei Memmingen ab
Um Steinheim bei Memmingen fielen im Juni 2022 Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern Größe vom Himmel.  © IMAGO/B&S/Bernd März
Russia Weather 8736435 30.07.2024 A woman demonstrates hailstones following a hail storm in Kazan, Republic of Tatarstan
Verursacht werden derartige Hagelschauer mit solchen großen Körnern oft durch sogenannte „Superzellen“: Das sind riesige und langlebige Gewitterwolken.  © IMAGO/SNA
Eine Mutter kommt mit ihren beiden Kindern auf der Theresienwiese in ein Unwetter mit kräftigen Regenschauern
Ein Unwetter mit heftigem Regenschauer hat eine Mutter mit ihren Kindern auf der Theresienwiese überrascht. Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu einem Wechsel aus extremer Hitze und heftigen Regenfällen. © IMAGO / Smith
Extremer Starkregen und heftige Gewitter zogen in den Abendstunden über die Alpen hinweg. Besonders dramatisch war die L
2024 war für Südbayern sogar das nasseste Jahr seit 1950, teilte die Bayerische Staatsregierung mit. © IMAGO/Bernd März
Eine dicke Schneeschicht bedeckt Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.
Wenn der Schnee sogar in der Innenstadt liegen bleibt: Hier bedeckt eine dicke Schneeschicht Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.  © IMAGO / Lindenthaler
Snowshoeing, Schneeschuhwandern on the trail Hochmoor in the ski arena Oberjoch with mountains Iseler, Wannenjoch, on Ma
Für Freizeitsportler ein Highlight: Der viele Schnee in den Bergen des Freistaats bringt die Bayern in die Natur.  © IMAGO/ActionPictures
Sogenanntes Haareis bildet sich bei perfekten Bedingungen an totem Holz
Dieses Naturphänomen entsteht nur bei perfekten Bedingungen: Wenn totes Holz von Regen mit Wasser getränkt ist und es Temperaturen um die Null Grad hat – dann bildet sich sogenanntes Haareis. © IMAGO/Dominik Kindermann

Schneefallgrenze sinkt dank „Kaltluftschwall“ auf 600 Meter

Schuld daran ist laut DWD-Meteorologe Tobias Reinartz ein „Kaltluftschwall“, den ein Sturmtief von Island in Richtung Nordsee und dann nach Mitteleuropa treibt. Und das sorgt dann auch für einen regelrechten Wintereinbruch in mittleren und hohen Lagen. In der Nacht zum Mittwoch fällt die Schneefallgrenze laut aktueller DWD-Prognose auf 800 Meter, in der Nacht zum Donnerstag bereits auf 600 Meter.

Deutliche Neuschnee-Mengen bei Temperaturen auch tagsüber unter Null erwartet

Im Bergland können dabei bis zu minus sechs Grad erreicht werden. Auch tagsüber kann es gut sein, dass die Temperaturen in höheren Lagen deutlich unter dem Gefrierpunkt bleiben. Hinzu kommen viel Niederschlag und Sturm. Das heißt, man darf durchaus noch in tieferen Lagen, wie südliches Oberbayern oder bayerischer Vorwald, mit signifikanten Neuschneemengen rechnen. Hier die Prognose für Mittenwald:

Wintereinbruch in Mittenwald: Der DWD rechnet aktuell mit Neuschneemengen von mehreren Zentimetern je an Mittwoch, Donnerstag und dann nochmal am Wochenende (rote, dicke Balken unten).

Rund zehn Zentimeter Neuschnee im Alpenvorland

Die Grafik zeigt rund vier Zentimeter pro Tag am Mittwoch am Donnerstag. In Obersdorf könnten nach aktueller Prognose zwölf Zentimeter zusammenkommen, aber auch in Zwiesel im Bayerwald fallen einige Zentimeter Schnee. Wichtig hier immer zu wissen: Konkrete Schneeprognosen sind mit am unverlässlichsten, weil nur leichte Temperaturschwankungen einen großen Unterschied machen können.

Bayern-Wetter-Prognose geht auch langfristig in Richtung Winter

Nun macht der April bekanntlich, was er will und dann ist es halt nächstes Wochenende schon wieder Sommer? Leider nein. Das Winter-Tief ist gekommen, um erstmal zu bleiben. Meteorologe Reinartz: „Eine Rückkehr zum Frühsommer steht nach heutigem Stand nicht zur Debatte. Was die Jahreszeiten angeht, herrscht in dieser Beziehung also erst einmal Klarheit.“ Und zwar: Klarheit auf Winter.

Rubriklistenbild: © Imago/DWD

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