Aktion in Nürnberg

Klima-Aktivisten seilen sich im Bahnhof ab – und verteilen säckeweise „Null-Euro-Ticket“-Flugblätter

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Zu einer Protestaktion von Klimaaktivisten kam es am Sonntag in Nürnberg. Die Aktion mit Flugblättern hat den Reiseverkehr von 10.000 Fußballfans behindert.

Nürnberg – In den letzten Wochen mehrten sich Aktionen von Klimaaktivisten – auch in Bayern. In München klebten sich beispielsweise Personen bei Protestaktionen mehrmals auf die Straßen. Auch ein Luxusauto in der BMW-Welt benutzen die Aktivisten von „Scientist Rebellion“ als Klebefläche. Im Interview mit Merkur.de kündigten sie bereits weitere Aktionen an.

Am Sonntag (6. November) kam es auch am Schloss Neuschwanstein zu einer Plakat-Protestaktion, die eine hitzige Diskussion im Netz auslöste. Und auch Nürnberg ist Schauplatz der Proteste: Aktivisten machten dort am Sonntag auf die Klimaproblematik aufmerksam – allerdings auf eine andere Art.

Klimaprotest in Nürnberg: Aktivisten schütten „Null-Euro-Ticket“-Flugblätter von Galerie

Fünf Aktivisten haben am Sonntag im Nürnberger Hauptbahnhof säckeweise auf bunte Laubblätter gedruckte „Null-Euro-Tickets“ von der Galerie in die Mittelhalle geschüttet. Der Einsatzleiter der Bundespolizei, Albert Blersch, sagte der dpa: „Echte Flugblätter!“

Von der Galerie im Nürnberger Hauptbahnhof, schmissen Klimaaktivisten säckeweise Laubblätter, die mit dem Slogan „0-Euro-Ticket“ bedruckt waren.

Ein Aktivist seilte sich zudem von der Galerie ab, bis ein Höhenretter der Feuerwehr eingriff. Die Polizei sei wegen des Fußballspiels des 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Magdeburg mit erheblichen Kräften vor Ort gewesen und habe rasch eingreifen können. Vier Aktivisten seien davon abgehalten worden, sich ebenfalls abzuseilen.

Klima-Aktion in Nürnberg: Aktivisten fordern „kostenlose Öffis für alle“

Die Aktion habe Aufsehen erregt und den Reiseverkehr behindert - darunter gut 10.000 Fußballfans, die mit der S-Bahn im Hauptbahnhof ankamen und weiterfahren wollten. Aber die Reisenden hätten insgesamt sehr verständnisvoll reagiert, betonte der Polizeiführer.

Die Aktivisten kritisierten in ihrer „politischen Kunstaktion“ das von Bund und Ländern geplante 49-Euro-Ticket als zu teuer. In einer Pressemitteilung der Gruppe erklärte der Aktivist Florian Martin: „Wir fordern kostenlose Öffis für alle! Die Klimakrise schreitet immer weiter voran und der motorisierte Individualverkehr gießt weiter Benzin ins Feuer“. (dpa/tkip)

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Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa/Archivbild

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