- VonStephanie Hartlschließen
Oberschweinbachs Dritter Bürgermeister Lutz Rosenbaum (Dorf mit Zukunft) ist neuer Rathauschef. Er gewinnt die Wahl gegen Sigena Wittmann (CSU/Dorfgemeinschaft).
Der neue Bürgermeister ist ein alter Hase in der Kommunalpolitik: Lutz Rosenbaum (Dorf mit Zukunft/DmZ) ist der neue Rathauschef von Oberschweinbach. Er setzte sich mit 61,8 Prozent gegen die Kandidatin der CSU/Dorfgemeinschaft, Sigena Wittmann (38,2 Prozent), durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5 Prozent.
Die Bewerber beider Wählerlisten hatten sich in der aktuell nicht verpachteten Wirtschaft im Sportlerheim in Günzlhofen zur gemeinsamen Wahlparty getroffen. Aggressive Stimmung, ob unterschwellig oder offenkundig, gab es nicht – wie auch den gesamten Wahlkampf hindurch nicht. Harmonisch war man durch die vergangenen Monate gegangen, und so blieb es auch.
Vor einer großen Leinwand wartete man gemeinsam auf das Ergebnis, während Hubertus Coenen, Gemeinderatskandidat der CSU/DG-Liste, immer wieder Zwischenstände durchgab und eintippte. In zwei Wahllokalen plus zwei Briefwahllokalen wurden die Stimmen ausgezählt.
Gemeinsames Warten vor der Leinwand
Erste Meldungen gab es aus Günzlhofen selbst um 18.28 Uhr, da hatte Rosenbaum mit 54 Prozent in Führung gelegen. Sein Vorsprung sollte stetig wachsen. Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, kamen die ersten Glückwünsche von der unterlegenen Sigena Wittmann. Innig und ernst gemeint waren diese, und es gab auch eine Umarmung.
Viele weitere Mitstreiter, Freunde und Familie beglückwünschten den Wahlsieger, der bereits 2014 versucht hatte, ins Rathaus einzuziehen. Damals gewann Norbert Riepl, der sich aber nun nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Der scheidende Rathauschef war unter den Gratulanten, ebenso Altbürgermeisterin Uta Lucht und viele Vereinsvorsitzende.
Die Wahlverliererin, Sigena Wittmann, bekam viele tröstende Worte. Sie habe sich „wacker geschlagen“, hieß es und „viel auf die Beine gestellt“. Sie sei selbst auch „nicht traurig“, wie sie betonte: „Ich wollte es versuchen, und ich hätte mich gefreut, wenn es geklappt hätte.“ Aber sie habe noch so viele Pläne in ihrem Leben, wie sie sagte.
Der Sieger Lutz Rosenbaum war sichtlich stolz, auch auf sein gutes Abschneiden. „Die Anspannung fällt ab, aber jetzt geht die Arbeit erst richtig los“, erklärte er. Sein Vorteil sei, dass er bereits 18 Jahre Erfahrung als Gemeinderatsmitglied habe. Er glaubt, man habe heuer auch mehr junge Wähler erreichen können, vor allem durch den Einsatz der sozialen Medien.