Empfehlungen für Brillenträger

Optiker gibt Tipps: So beschlägt die Brille nicht - trotz Corona-Maske

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Viele kennen das Problem: Beim Tragen einer Corona-Schutzmaske beschlägt regelmäßig die Brille.

Brillenträger kennen das Problem: Sobald man eine Schutzmaske trägt, beschlagen die Brillengläser. Ein Optiker gibt nun Tipps - und warnt vor bestimmten „Life Hacks“.

Zolling – Die Maske sitzt, die Brille auch: Beides gleichzeitig scheint sich aber bei vielen Menschen nicht zu vertragen. Die Brillengläser beschlagen. Wie man trotz Maske einen klaren Durchblick behält, das verrät Arne Engler. Der Inhaber von Optik Planet in Zolling kennt das Problem. Sein Geschäft im Gewerbegebiet „Am Sägewerk“ hat unter Maskenpflicht geöffnet.

Tricks, wie man die getrübte Sicht vermeiden kann, hat er schon vorab an sich und seinen Mitarbeitern getestet. Die Erkenntnis: Mit ein paar einfachen Tricks können Brillenträger das Problem etwas abmildern. Das Ziel: „Verhindern, dass warme Luft nach oben steigt“, meint der Diplom-Ingenieur für Augenoptik. Wenn nämlich warmer Atem durch die Maske dicht an den Brillengläsern entweiche, dann kondensiere die Feuchtigkeit an den kühleren Gläsern.

Maske lässt Gläser beschlagen: Tipps für Brillenträger

Deshalb sollte die Maske möglichst eng auf der Nase aufliegen. Ein Metallbügel zur Anpassung sei sinnvoll, so Engler. Man könne sich aber auch behelfen, indem man die Stoffmaske doppelt umschlage. Zudem sollte man die Brille erst aufsetzen, wenn die Maske richtig sitze.

Brillenanpassung mit Schutzausrüstung: Die beiden Mitarbeiter von Optik Planet in Zolling, Lisette Freigassner und Benjamin Neuhaus, zeigen, wie es geht.

Möglichkeiten, das Beschlagen der Brille an sich zu vermeiden, gebe es viele. Eine saubere Brille beschlage nach Angaben von Engler weniger stark, als eine beschmutzte und fettige. Dafür gebe es spezielle Spray‘s und Gele. Diese würden beidseitig auf das Brillenglas aufgebracht und dort mit einem weichen Tuch verteilt. Das sei effektiv, meint der Augenoptiker. Der Effekt könne je nach Nutzung bis zu 72 Stunden anhalten und müsse dann erneuert werden. Außerdem habe fast jeder Brillenhersteller Gläser mit Anti-Beschlag-Beschichtung im Portfolio. Diese Eigenschaft würde sich allerdings über die Jahre hinweg etwas verlieren.

Vorsicht vor bestimmten „Life Hacks“ - es drohen Schäden

Grundsätzlich sollte die Brille regelmäßig am Morgen gereinigt werden. Von sogenannten „Life Hacks“ solle man dabei aber lieber die Finger lassen. Fettreiniger zum Beispiel: Die darin enthaltenen Lösungsmittel beschädigten die Beschichtung der Gläser. Besser seien Tensidreiniger. Hierzu zählten Spülmittel. Einen Tropfen auf die Glasinnen- und -außenseite aufbringen, vorsichtig verreiben, abspülen und danach mit einem Microfasertuch nachpolieren.

Ein besonderes Thema in Corona-Zeiten sei die Kontaktlinse, räumt Engler ein. Wenn man auf Hygiene achte, wie etwa Hände waschen vor dem Einsetzen, sei das Tragen generell unbedenklich. Die Sicherheit und Gesundheit beim Brillenkauf haben seine Mitarbeiter natürlich „im Visier“. Beratungen und Anpassungen finden auf Basis der Schutzausrüstung statt.

Maria Martin

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