CSU nominiert Bürgermeister-Kandidat

Robert Schüßlbauer will Gemeinde führen

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Die Kandidaten der Otterfinger CSU für die Wahlen 2020. In der Mitte Bürgermeister-Kandidat Robert Schüßlbauer.
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Lange hat er überlegt und abgewogen – und jetzt doch die Herausforderung angenommen: Robert Schüßlbauer (44) tritt als Bürgermeister-Kandidat der Otterfinger CSU an. Auf der von ihm angeführten Liste der CSU-Gemeinderatskandidaten bewerben sich sechs Frauen und zehn Männer.

Otterfing – Die CSU hat sich Zeit gelassen. Der Wunschkandidat für die Nachfolge von Bürgermeister Jakob Eglseder, der für die CSU 18 Jahre die Gemeinde führte, bekam alle Zeit, sich eine Bewerbung genau zu überlegen. Zunächst hatte er abgewunken, als ihm der Ortsverband die Aufgabe zutrug.

„Stimmt, ich hab’s anfangs verneint“, sagt Schüßlbauer, der seit 2002 im Gemeinderat sitzt und zuletzt als Fraktionssprecher fungierte. Aber in den vergangenen Monaten habe er sich intensiv mit der Kandidatur beschäftigt – und schließlich die Konsequenz gezogen: „Wenn ich meine Heimatgemeinde so erhalten will, mit dem hervorragenden Vereinsleben und stabilen Finanzen, dann muss ich Verantwortung übernehmen und diesen Schritt machen.“

Die formale Nominierung
erfolgt am 29. November

Schüßlbauer ist im Ort aufgewachsen. Er arbeitet als Bankkaufmann, seit 24 Jahren wacht er über die Kasse des Trachtenvereins. Überregional bekannt ist der Familienvater – seine Tochter ist acht, sein Sohn vier Jahre alt – als Kapellmeister der Blaskapelle Otterfing.

Bei der Aufstellungsversammlung der CSU-Gemeinderatsliste beseitigte der Kandidat letzte Zweifel. „Otterfing steht dank der Politik von Jakob Eglseder hervorragend da“, sagte Schüßlbauer. Dies weiterzuführen, sei ihm eine große Motivation. Die offizielle Nominierung, die erst am 29. November angesetzt ist, dürfte Formsache sein. Schüßlbauer ist der zweite Bewerber um den Chefposten im Rathaus. Für die SPD warf bereits Michael Falkenhahn seinen Hut in den Ring.

Den dörflichen Charakter Otterfings zu bewahren, das steht für Schüßlbauer ganz oben auf der Agenda. „Die Vereine dürfen mit meiner vollsten Unterstützung rechnen. Sie leisten viel für unseren Ort, gerade bei der Jugendarbeit.“ Für die Schaffung bezahlbaren Wohnraum will sich der 44-Jährige einsetzen, das Wohnprojekt für Senioren und Familien auf der Thomawiese vorantreiben. Beim brisanten Thema Sportzentrum steht der CSU-Kandidat für die bereits eingeschlagene Doppelstrategie: Neubau einer Turnhalle auf dem Skaterplatz-Areal, gleichzeitig Sicherung der Veranstaltungsräume am Nordring. „Mit sinnvollen Sanierungen, je nach Kassenlage, sollte das machbar sein.“

Nur ein Kandidat hat kein Parteibuch

Die Gemeinderatsliste wurde im Vorfeld gut abgestimmt, betonte CSU-Ortsvorsitzender Dominik Ullmann, der auf Platz 3 landete. „Alles vernünftige Leute, die Themen vernünftig anpacken.“ Einzig Christian Siegmund (27) besitzt kein Parteibuch. Abgesehen von Max Klaus treten die amtierenden CSU-Räte wieder an. Aktuell besteht die Fraktion aus sechs Mandatsträgern, plus Bürgermeister. „Ziel ist, das Rathaus zu halten und sieben Kandidaten reinzubekommen“, sagt Ullmann.

Die Kandidaten in der Reihe ihres Listenplatzes:

1. Robert Schüßlbauer; 2. Susanne Weitl; 3.Dominik Ullmann; 4. Marion Bergener; 5. Ferdinand Höchstetter; 6. Gerhard Heimerer; 7. Hildegard Kaiser; 8. Johann Thoma; 9. Cornelia Seitz; 10. Georg Thalmaier jun.; 11. Theresia Siegmund; 12. Matthias Schneider; 13. Wolfgang Dießl; 14. Christian Siegmund; 15. Maria Dießl; 16. Georg Schlickenrieder.

Alle Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Miesbach finden Sie hier

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